{"id":1141,"date":"2016-11-12T14:40:58","date_gmt":"2016-11-12T13:40:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.svenscholz.de\/?p=1141"},"modified":"2017-08-26T20:45:09","modified_gmt":"2017-08-26T19:45:09","slug":"perspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/perspektiven\/","title":{"rendered":"Perspektiven"},"content":{"rendered":"<p>Im Juni Brexit, jetzt Trump, in Europa feiern die rechten Populisten ebenfalls Wahlsieg auf Wahlsieg und \u00fcberall in den Medien, den &#8222;etablierten&#8220; Parteien und auch im eigenen pluralistisch und humanistisch denkenden Freundes- und Bekanntenkreis fragt man sich &#8222;Wie kann das passieren?&#8220;<\/p>\n<p>Ein bisschen erinnert mich diese Frage an genau die Fragen, die ich dereinst meinen Gro\u00dfeltern und anderen Verwandten im entsprechenden Alter stellte, als ich im jugendlichen \u00dcberschwang nicht verstehen konnte, wie es passieren konnte, dass ein hasserf\u00fcllter kleiner Popanz und seine hasserf\u00fcllte Clique von rassistischen Kackbratzen in Deutschland an die Macht gew\u00e4hlt werden konnte, obwohl diese mit ihrer Geisteshaltung ja wirklich nicht hinterm Berg hielten, und ich andererseits meine Verwandtschaft jener Generation nicht als hasserf\u00fcllte dumpfe Rassisten kannte sondern als Menschen, die sich um andere sorgten, Gewalt verabscheuten und sich in der direkten Begegnung stets empathisch und mitf\u00fchlend gegen\u00fcber jedem Menschen zeigten, egal welcher Hautfarbe oder Herkunft. <!--more--><\/p>\n<p>Die Antwort, die ich damals mehr oder weniger als Essenz bekam war: es habe sich &#8222;etwas \u00e4ndern&#8220; m\u00fcssen, das &#8222;System&#8220; habe sich totgefahren gehabt, alles sei entzweit gewesen, zu viele Menschen f\u00fchlten sich von &#8222;denen da oben&#8220; im Stich gelassen, wollte denen &#8222;einen Denkzettel&#8220; verpassen und man f\u00fchlte sich &#8222;denen da oben&#8220; ausgeliefert, als Spielball einer &#8222;abgehobenen Elite&#8220;, verachtet und erniedrigt. <\/p>\n<p>&#8222;Machtlosigkeit&#8220; war ein weiteres Stichwort, und zwar so grunds\u00e4tzlich, gegen\u00fcber &#8222;Berlin&#8220;, aber auch gegen\u00fcber &#8222;der Welt&#8220;, bis hin zu &#8222;den anderen&#8220;, und damit war der Schritt zu &#8222;allem Fremden&#8220; auch nicht weit. Wobei dieses allerletzte Unbehagen den geringsten Teil ausmachte. Der gr\u00f6\u00dfte Faktor war Machtlosigkeit gegen\u00fcber einer &#8222;verr\u00fcckt gewordenen Welt&#8220; und Machtlosigkeit gegen\u00fcber &#8222;denen da oben&#8220;, die ihre Machtspielchen spielten, w\u00e4hrend &#8222;alles vor die Hunde&#8220; gegangen sei. <\/p>\n<p>Und oft h\u00f6rte ich auch &#8222;Wenn ich damals gewusst h\u00e4tte, was ich heute wei\u00df, aber damals waren die Schulen ja noch anders, wie auch die Medien, \u00fcberhaupt die Informationsm\u00f6glichkeiten, grade auf dem Land, wo man nur wusste, in Berlin, da ist Krieg auf den Stra\u00dfen, und \u00fcberhaupt, man wusste doch gar nicht, es gab ja nur Propaganda, keine neutralen Fakten und Analysen, nichts &#8211; wir hatten einfach Angst, dass es immer nur schlimmer wird. Menschen hungerten und verarmten und die da oben taten nichts dagegen und jeder, der noch nicht in die Armut gerutscht war fragte sich, wann er zum Betteln gehen m\u00fcsse.&#8220;.<\/p>\n<p>Ja, der Antisemitismus und der Rassismus war damals in einem Ma\u00dfe &#8222;normal&#8220; und \u00fcberall etabliert, wie man es sich heute nicht mehr vorstellen kann. Aber, zumindest was meine damalige pers\u00f6nliche &#8222;Forschung&#8220; mir sagte: gerade diese Normalit\u00e4t sorgte daf\u00fcr, dass dieser heute so deutliche Faktor damals gar nicht das Gewicht hatte, das man aus heutiger Sicht vermuten w\u00fcrde. <\/p>\n<p>Klar gab es \u00fcberzeugte Rassisten, die Hitler tats\u00e4chlich wegen seines Rassismus w\u00e4hlten. Aber den meisten Leuten war dieser Punkt eher einfach egal. Nicht weil sie ihn toll fanden, sondern weil es eine ganz &#8222;normale&#8220;, allgemein verbreitete Geisteshaltung war, \u00fcber die man \u00fcberhaupt nicht gro\u00df nachdachte. <\/p>\n<p>Die w\u00e4hlten Hitler nicht wegen seines Antisemitismus und seines Rassismus. Diese Programmpunkte waren f\u00fcr einen Gro\u00dfteil seiner W\u00e4hlerschaft v\u00f6llig irrelevant. So wie Trumps Rassismus und Frauenfeindlichkeit offenbar f\u00fcr viele Latinos und vor allem f\u00fcr viele Frauen offenbar uninteressanter waren als alle &#8211; auch ich &#8211;  dachten. Die Leute haben damals nicht &#8222;gegen die Juden&#8220; gew\u00e4hlt. Sondern &#8222;f\u00fcr sich&#8220;. Und sie haben auch heute nicht &#8222;den Rassisten&#8220; gew\u00e4hlt. Sondern &#8222;f\u00fcr sich und ihre Interessen&#8220;. Die Frage nach Rasse und Frauenrechten war da eher weniger dabei, im Positiven wie im Negativen. Wenn Rassismus &#8222;normal&#8220; ist, dann w\u00e4hlt man ihn nicht. Aber dann st\u00f6rt er einen halt auch nicht.<\/p>\n<p>Wie gesagt, ich rede hier ausschlie\u00dflich von dem 2 1\/2 j\u00e4hrigen Zeitraum September 30 &#8211; M\u00e4rz 33, in dem 4 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichstagswahlen_in_Deutschland#Ergebnisse_1919_bis_1933\" target=\"_blank\">Reichstagswahlen<\/a> stattfanden und in deren Verlauf eine NSDAP von Wahl zu Wahl sich von 18% bis auf 44% steigern konnte, w\u00e4hrend sie 2 Jahre vorher noch grade einmal auf knappen 3% stand. <\/p>\n<p>Danach gab es keine weitere Wahl mehr und danach wurde eh alles anders. Mir geht es um die Frage, wie, solange es noch m\u00f6glich war zu w\u00e4hlen, diese Wahlergebnisse passieren konnten. Was danach kam war dann beispiellos. Im Sinne des Wortes. &#8222;Wir konnten es nicht ahnen&#8220; war ein oft geh\u00f6rter Satz, und faktisch stimmt er f\u00fcr damals in dem Ma\u00df, wie er heute nicht mehr gelten gelassen werden kann, denn inzwischen wissen wir, was passiert, wenn man solchen Leuten Macht zugesteht, weshalb das ja dann auch \u00fcber einige Jahrzehnte lang gesellschaftlicher Konsens war, <a href=\"http:\/\/www.svenscholz.de\/index.php\/nazis-und-die-meinungsfreiheit\/\">dass man das nicht mehr zulassen d\u00fcrfe<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Zeitsprung 2016. <\/strong><\/p>\n<p>Ausgerechnet (auch) in England, Frankreich und den USA (Russland lasse ich mal au\u00dfen vor, da spielen noch ein paar andere Faktoren mit, obwohl auch dort einige Parallelen erkennbar sind), den L\u00e4ndern, die damals &#8222;die Nazis&#8220; mit hohem Blutzoll bek\u00e4mpft und besiegt haben, L\u00e4nder, in denen ziemlich jede Familie Familienmitglieder hatten und teils noch haben, die Grauen erlebt und grausame Dinge getan haben, gro\u00dfe Opfer brachten und zu abertausenden gestorben sind, um die Welt von den Nazis zu befreien, werden Menschen, Programme und Parteien an die Macht gew\u00e4hlt, die in vielerlei Hinsicht dem entsprechen, das diesen L\u00e4ndern und deren Einwohnern dereinst uns\u00e4gliches Leid verursacht hat. <\/p>\n<p>Und allenthalben stehen andere &#8211; mich eingeschlossen &#8211; da und fragen sich, wie das passieren kann, und was man tun kann, um diese Entwicklung aufzuhalten.<\/p>\n<p>Es werden eine Menge Ursachen genannt und Vorw\u00fcrfe erhoben. Mangelnde Bildung. Abgehobene Eliten. Machtlosigkeit. Erniedrigung. Das Gef\u00fchl, verachtet zu werden. Armuts\u00e4ngste. \u00dcberhaupt: \u00c4ngste. Sehr existenzielle \u00c4ngste. Und zynischerweise bei vielen, denen es (noch) gut geht auch die Angst, irgendwann so behandelt zu werden, wie man selber die behandelt, denen es nicht (mehr) gut geht. Wenn ich diese Situation mit dem vergleiche, was mir meine Gro\u00dfelterngeneration erz\u00e4hlte, wird es gruselig.<\/p>\n<p><strong>Zeitsprung 1970 &#8211; 2000. <\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Die da oben machen doch eh was sie wollen&#8220; ist dabei ja etwas, das ich schon als Kind h\u00f6rte, aber das war solange zwar ein \u00c4rgernis, aber noch lange kein Grund, rechtsradikal zu w\u00e4hlen, solange man trotzdem keine Angst haben musste. Es gab ein funktionierendes soziales Netz. <\/p>\n<p>Ich kann mich sogar erinnern, dass in den 80gern und fr\u00fchen 90gern Kampagnen gefahren wurden, die den Menschen versicherten &#8222;Unsere Sozialsysteme sind keine Almosen sondern B\u00fcrgerrechte, wir sind Dienstleistung, ihr seid nicht Bittsteller, sondern es ist euer gutes Recht und legitimer Anspruch als B\u00fcrger, dass der Staat und die Gesellschaft als Solidargemeinschaft darauf achtet, Menschen, die aus welchen Gr\u00fcnden auch immer in existentielle Bedr\u00e4ngnis geraten, geholfen wird.&#8220; &#8211; dass sich viele Menschen sch\u00e4mten, &#8222;auf Amt&#8220; gehen zu m\u00fcssen wurde als Problem formuliert. Im Gemeinschaftkundeunterricht war das Dauerthema: &#8222;Soziale Marktwirtschaft&#8220;, mit gro\u00dfgeschriebenem &#8222;Sozial&#8220;. So m\u00fcsse es sein, das ist wichtig, das habe man aus der Geschichte gelernt und umgesetzt.<\/p>\n<p>In den Arbeits- und Sozial\u00e4mtern hingen bis zur Jahrtausendwende Plakate, die mir versicherten, dass es keinen Grund gebe, mich zu sch\u00e4men, und dass man sich als Dienstleister f\u00fcr den B\u00fcrger verstehe, der einen Anspruch und ein Recht auf diesen Dienst habe, dass man sich als &#8222;mein Angestellter&#8220; verstehe, dass man in meinem &#8222;Dienst stehe&#8220;. Ich habe diese Plakate selbst gesehen, und ich w\u00fcrde mich nicht so genau daran erinnern, wenn sie mich damals nicht so beeindruckt h\u00e4tten. Und ja, auch best\u00e4rkt und ermutigt, denn ja, auch ich sch\u00e4mte mich damals ein wenig, als auch ich einmal in so ein Amt gehen musste, um mir Beistand zu holen.<\/p>\n<p>Dass das heute kaum mehr vorstellbar ist, in Zeiten von Hartz IV und dem Bild des &#8222;Sozialschmarotzers&#8220; und der Einstellung, dass Menschen, die Hilfe brauchen, selber an ihrer Situation schuld seien, zu faul, zu dumm, letztlich zu wertlos seien, eine Last f\u00fcr die Klugen, Flei\u00dfigen, Erfolgreichen, die es doch auch aus eigener Kraft schafften, ist eine Entwicklung, die in mehrerer Hinsicht be\u00e4ngstigend ist. <\/p>\n<p>Dass diese Entwicklung ausgerechnet von den angeblich &#8222;sozialen&#8220; Sozialdemokraten und den angeblich &#8222;progressiven&#8220; Gr\u00fcnen manifestiert wurde ist da nur noch das Sahneh\u00e4ubchen, das mir das Gef\u00fchl best\u00e4tigte, dass &#8222;die Politik&#8220; den &#8222;normalen B\u00fcrger&#8220; und das Ideal einer solidarischen, pluralistischen und sich gegenseitig st\u00fctzenden Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts dann komplett abgeschrieben hat. Von einer CDU und FDP h\u00e4tte man sowas ja noch erwartet. Dass aber ausgerechnet SPD und Gr\u00fcne genau das durchziehen, was man von Schwarz-Gelb bef\u00fcrchtete &#8211; ja, ich habe damals auch Rot-Gr\u00fcn gew\u00e4hlt, weil ich eine sozialere Politik wollte als die, die sich Ende der Neunziger seitens Schwarz-Gelb abzeichnete &#8211; hat mich damals wirklich eine Weile resignieren lassen. Und mein absolutes Misstrauen gegen\u00fcber Politik und Politikern allgemein liegt in dieser Zeit begr\u00fcndet und ist bis heute nicht geringer geworden.<\/p>\n<p><strong>Zeitsprung zur\u00fcck in die Drei\u00dfiger. <\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Warum habt ihr ihn denn dann gew\u00e4hlt, wenn nicht wegen des Rassismus&#8216;?&#8220; &#8211; &#8222;Es musste was passieren, es konnte so nicht weitergehen, die NSDAP hatte eine Vision f\u00fcr das Land, sie versprach Wertsch\u00e4tzung und Selbstvertrauen, sie sagte uns, dass wir etwas wert seien, dass sie Dinge f\u00fcr uns besser machen w\u00fcrde und nicht nur an sich selber und die Pfr\u00fcnde der Eliten, denen es gut ging, w\u00e4hrend die anderen verhungerten, interessiert sei. Sie versprachen uns Selbstwert, Arbeit und zu Essen, die anderen sprachen nur entweder von Weltrevolution (die uns nicht interessierte) oder davon, dass man der Wirtschaft helfen m\u00fcsse, was aber f\u00fcr uns nur hie\u00df: den Reichen&#8220;<\/p>\n<p><strong>Zeitsprung in die Gegenwart.<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Die da oben machen doch eh was sie wollen&#8220;. Kombiniert mit ganz realen Existenz\u00e4ngsten. Kombiniert mit dem ebenso realistischen Gef\u00fchl, als wert- und w\u00fcrdelos angesehen und auch genau so behandelt zu werden, sobald es die kleinste existentielle Schwierigkeit gibt.<\/p>\n<p>Angst essen Seele auf. Und ohne Seele keine Empathie, kein Mitgef\u00fchl, keine Liebe. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/social-justice-index-2016-18-millionen-eu-buergern-droht-armut-a-1121113.html\" target=\"_blank\">Wenn alle das Gef\u00fchl haben, Ertrinkende zu sein oder Angst davor haben m\u00fcssen, auch einer zu werden<\/a>, weil es keine Sicherheiten mehr gibt, versucht niemand mehr, den anderen zu retten. Man dr\u00fcckt den anderen unter Wasser. Man tritt nach unten. Besser der andere als ich. <\/p>\n<p>Und das Gewissen wird bet\u00e4ubt, indem man den anderen verachtet, als wertlos erachtet, oder gar hasst. Ihm die Schuld gibt, und nicht dem Wasser oder denen, die daf\u00fcr gesorgt haben, dass der Grund so tief abgesenkt wurde, dass keiner mehr stehen kann. OK, letzteres stimmt nicht ganz. Es ist eher so, dass man denen, die den Grund absenkten, glaubt, wenn sie behaupten, dass nicht sie sondern die anderen, die um einen herum um ihr Leben schwimmen, f\u00fcr den gestiegenen Wasserpegel verantwortlich seien. Was dem Gewissen wiederum hilft, sich an ihnen hochzuziehen und sie dabei weiter unter Wasser zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p><strong>Daf\u00fcr oder Dagegen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Leute w\u00e4hlen nicht &#8222;gegen den frauenverachtenden Rassisten&#8220;. Und viele auch nicht &#8222;f\u00fcr den Rassisten&#8220;. Sie w\u00e4hlen immer &#8222;f\u00fcr sich&#8220;. Den wei\u00dfen Frauen war die Frauenverachtung eines Trump egal, denn sie sind nicht die, die diese zu sp\u00fcren bekommen. Der Landbev\u00f6lkerung ist der ganze Rest der Welt egal. Sie bekommen andere Dinge zu sp\u00fcren, <a href=\"http:\/\/www.cracked.com\/blog\/6-reasons-trumps-rise-that-no-one-talks-about\/\" target=\"_blank\">haben v\u00f6llig andere \u00c4ngste, und diese Dinge bestimmten ihre Wahl<\/a>. <\/p>\n<p>Und die fast 50% Nichtw\u00e4hler? Die gehen nicht zur Wahl, um einen Rassisten zu verhindern oder eine Frau ins Amt zu w\u00e4hlen. Das ist f\u00fcr zu wenige Menschen ein ausreichend sie pers\u00f6nlich betreffender Grund f\u00fcr eine Wahl. Und offenbar haben sie keine weiteren Gr\u00fcnde sehen k\u00f6nnen als nur diese. In der T\u00fcrkei wurde keine (ansonsten haltlos verstrittene) Opposition gew\u00e4hlt, deren einziger kommunizierter Programmpunkt war, eine AKP-Mehrheit zu verhindern. Dito in Ungarn. <\/p>\n<p>&#8222;Gegen&#8220; ist kein Argument, das Mehrheiten erzielt. Um von ein paar Protestprozenten auf Mehrheiten zu drehen braucht es etwas, &#8222;f\u00fcr&#8220; das gestimmt werden kann. Und dabei ist es sogar egal, ob dieses &#8222;f\u00fcr&#8220; ein &#8222;realistisches&#8220; Ziel ist, oder ob dieses &#8222;f\u00fcr&#8220; \u00fcberhaupt irgendwas konkretes ist &#8211; der Brexit beweist, dass es reicht, ein rein &#8222;gef\u00fchltes&#8220; Ziel zu versprechen. Die Brexiter haben f\u00fcr &#8222;die Souver\u00e4nit\u00e4t unseres Landes&#8220; gestimmt, f\u00fcr &#8222;Selbstbestimmung&#8220;. Klar, dieses &#8222;f\u00fcr&#8220; wurde auch mit &#8222;gegen&#8220;-Argumentationen formuliert:  gegen (gef\u00fchlte) &#8222;Fremdbestimmung&#8220;. <\/p>\n<p>Die Brexit-Kampagne griff das Gef\u00fchl der Ohnmacht und Machtlosigkeit auf und versprach, mit der Stimme f\u00fcr den Brexit diesen Zustand zu beenden. Also &#8222;f\u00fcr&#8220; einen anderen, besseren, selbstbestimmteren Zustand stimmen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Die Remainers haben den Fehler gemacht, nur &#8222;gegen den Brexit&#8220; zu argumentieren, nicht &#8222;f\u00fcr&#8220; ein solidarisches Europa. Das Ziel der Remainkampagne war: &#8222;verhindert einen Brexit&#8220;. Das Ziel der Demokraten in den USA war: &#8222;verhindert einen frauenverachtenden Rassisten im Amt&#8220;. Das Ziel der t\u00fcrkischen Opposition war &#8222;Verhindert einen Erdoghan&#8220;. <\/p>\n<p>Wie w\u00e4ren all diese letzten Wahlen wohl ausgegangen, h\u00e4tten auch die US-Demokraten, die Remainers in England, die &#8222;etablierten&#8220; Parteien in Deutschland den Menschen neben dem Ziel, etwas zu verhindern (Trump, Brexit, die AfD) auch etwas geboten &#8222;f\u00fcr&#8220; das sie h\u00e4tten stimmen k\u00f6nnen? Denn schon l\u00e4ngere Zeit ist es so, dass nicht mehr die, die w\u00e4hlen gehen, den Ausgang von Wahlen bestimmen. Sondern die, die nicht (mehr) hingehen. Clinton h\u00e4tte die Wahl gewonnen, wenn von denen, die sonst Demokraten gew\u00e4hlt hatten, nicht so viele zuhause geblieben w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Die anderen, die Trumps, Brexiters, Rechtsradikalen, deren Stimmanteil entspricht ziemlich genau dem Potential derer, die &#8222;f\u00fcr&#8220; diese Leute oder Dinge sind. Das sind im Fall Trump knapp 25% der US-Amerikanischen W\u00e4hlerschaft. Das ist keine Mehrheit. Die Brexiter haben ebenfalls so gut wie alle an die Urnen bekommen, die &#8222;f\u00fcr&#8220; ihre Ziele stimmen, und das waren 37% der Wahlberechtigten. Diese Zahlen sind also das Potential &#8222;f\u00fcr&#8220; die Ziele von Trump, Brexitern etc.. <\/p>\n<p>Dass die theoretisch vorhandene Mehrheit derzeit nicht &#8222;Gegen&#8220; abstimmt, die &#8222;F\u00fcr&#8220;-Menge aber dennoch eine Mehrheit in den  Ausz\u00e4hlungen erzielt, sagt mir:  <\/p>\n<p>Menschen gehen zur Wahl, um &#8222;f\u00fcr&#8220; etwas zu stimmen. Wenn es als Alternative f\u00fcr ein &#8222;f\u00fcr&#8220; nur ein &#8222;gegen&#8220; gibt und kein anderes &#8222;f\u00fcr&#8220;, dann gehen zwar die zur Wahl, die etwas sehen, &#8222;f\u00fcr&#8220; das sie stimmen k\u00f6nnen, es gehen vielleicht auch einige zur Wahl, um &#8222;dagegen&#8220; zu stimmen oder die eine Stimme quasi aus einer Motivation der &#8222;Tradition&#8220; heraus abgeben, aber die, die zeigen w\u00fcrden, dass die &#8222;F\u00fcr&#8220;-Stimmen keine Mehrheit sind, bleiben zuhause. Und so siegen die, die den Menschen etwas geboten haben, &#8222;f\u00fcr&#8220; das sie stimmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Wer Menschen motivieren will f\u00fcr sich zu stimmen muss ihnen etwas bieten, &#8222;wof\u00fcr&#8220; sie stimmen k\u00f6nnen. Etwas, das sie betrifft. Etwas, das sie wollen.<\/em><\/p>\n<p>Ich sehe derzeit in der Politik deshalb einen eklatanten Denkfehler und habe tats\u00e4chlich Angst, dass bis zur Bundestagswahl 2017 genau dieser Punkt \u00fcbersehen wird und deshalb auch hierzulande ein Wahlergebnis rauskommt, das einen die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammenschlagen lassen wird.<\/p>\n<p>Denn ich sehe derzeit haupts\u00e4chlich zwei Reaktionen der etablierten Parteienlandschaft auf die Bedrohung von Rechts: <\/p>\n<p>Entweder wird versucht, auf das rechte W\u00e4hlerpotential zuzugehen und ihnen zu sagen &#8222;Ihr m\u00fcsst keine AfD w\u00e4hlen, seht ihr, wir sind genauso Ausl\u00e4nderfeindlich, homophob, nationalistisch und antipluralistisch wie die, ihr k\u00f6nnt also auch uns w\u00e4hlen&#8220; &#8211; sich also auf die ber\u00fchmten 20% latent rechtsradikales W\u00e4hlerpotential st\u00fcrzen, dabei aber verkennen, &#8222;wof\u00fcr&#8220; diese eigentlich stimmen, n\u00e4mlich nicht &#8222;gegen&#8220; Ausl\u00e4nder, Moslems, waswei\u00dfich, sondern &#8222;daf\u00fcr&#8220;, sich wertgesch\u00e4tzter und damit jenen \u00fcberlegen f\u00fchlen zu d\u00fcrfen, sie stimmen nicht &#8222;gegen&#8220; gleiche Rechte f\u00fcr alle sondern &#8222;f\u00fcr&#8220; mehr Rechte f\u00fcr sich selbst gegen\u00fcber anderen und viele stimmen auch &#8222;f\u00fcr&#8220; einen Wechsel der Verh\u00e4ltnisse &#8211; letztlich egal, in welche Richtung, denn von den ausl\u00e4nderfeindlichen, homophoben, rassistischen Programmpunkten solcher Parteien sind sie als Wei\u00dfe, Heteros, &#8222;Deutsche&#8220; ja schlicht nicht betroffen. <\/p>\n<p>Insoweit ist der Namensanteil &#8222;Alternative&#8220; in AfD tats\u00e4chlich klug gew\u00e4hlt, weil es diesem W\u00e4hlerpotential sagt: hier k\u00f6nnt ihr &#8222;f\u00fcr&#8220; eine Alternative zum Status Quo stimmen. Wie gesagt: es ist fast v\u00f6llig egal, wie diese aussieht. Die Brexiter stimmten ja auch f\u00fcr eine omin\u00f6se &#8222;Souver\u00e4nit\u00e4t&#8220;, denn es kam da nicht drauf an, wie die \u00fcberhaupt aussehen soll, nicht einmal, ob die Behauptung, keine Souver\u00e4nit\u00e4t zu haben, \u00fcberhaupt &#8222;stimmt&#8220;. Denn diese Behauptung dockte an ihr Gef\u00fchl von Ohnmacht und Bedeutungslosigkeit an und war deshalb &#8222;gef\u00fchlt&#8220; wahr. <\/p>\n<p>Je gr\u00f6\u00dfer und unkonkreter, desto besser, denn da kann sich das &#8222;Gef\u00fchl&#8220;, mit all seinen \u00c4ngsten, seiner Wut, seinem Frust und seiner Ohnmacht aussuchen, auf was es reagieren will. Es wird einen Punkt finden, um andocken zu k\u00f6nnen, denn die Begrifflichkeiten sind bewusst offen genug gew\u00e4hlt, um jedwede Assoziation zu bedienen. Und sie bieten ein &#8222;Daf\u00fcr&#8220; zur Motivation. &#8222;Endlich tut mal wer was f\u00fcr mich!&#8220; h\u00f6rt man da oft. Egal obs wirklich stimmt oder nicht.<\/p>\n<p>Wenn jetzt Parteien oder einzelne Protagonisten von Parteien (und die finden sich ja sogar bei den Gr\u00fcnen und Linken) mit ebenso markigen Spr\u00fcchen versuchen, die Ausl\u00e4nderfeindlichkeit, den Neid nach unten, den Rassismus und die Intoleranz einer W\u00e4hlergruppe anzusprechen \u00fcbersehen sie, dass DAS nicht die Motivation ist, weswegen dieses W\u00e4hlerpotential tats\u00e4chlich zur Wahlurne geht. <\/p>\n<p>Der einzige breitere Effekt, der damit erreicht wird: Menschenfeindlichkeit wird &#8222;normalisiert&#8220;. Und was es bedeutet, wenn Rassismus und Menschenfeindlichkeit in einer Gesellschaft als etwas akzeptiertes angesehen wird, habe ich oben ja schon beschrieben: es wird f\u00fcr die Wahl egal. Man w\u00e4hlt, wie &#8222;damals&#8220;, die Ver\u00e4nderung der Verh\u00e4ltnisse, die einem nicht gefallen, indem man f\u00fcr die stimmt, die einem eine \u00c4nderung versprechen. Und wenn dies nur Rassisten sind, dann w\u00e4hlt man halt die Rassisten, denn ein Rassismus, der als &#8222;normal&#8220; und akzeptiert empfunden wird und einen selbst ja eh nicht betrifft, weil man wei\u00dfe Hautfarbe und einen deutschen Pass hat, ist ja kein Grund (mehr), sie nicht zu w\u00e4hlen. Sind ja nicht nur die NPD oder die AfD, die die <a href=\"https:\/\/twitter.com\/NiemaMovassat\/status\/797430221561561088\" target=\"_blank\">entsprechenden Vorurteile und Ressentiments bedienen<\/a>. Machen ja inzwischen alle Parteien so.<\/p>\n<p>Und sie \u00fcbersehen, dass dieses W\u00e4hlerpotential derzeit nur deshalb Mehrheiten erzielt, weil sie der tats\u00e4chlichen Mehrheit der W\u00e4hlerschaft zu einem viel zu gro\u00dfen Teil nichts zum W\u00e4hlen anbieten und schlicht und einfach v\u00f6llig ignorieren. &#8222;W\u00e4hlt uns, um die AfD zu verhindern!&#8220;, das ist die zweite &#8222;Strategie&#8220;, die ich derzeit sehe, das einzige &#8222;Angebot&#8220;, das dem W\u00e4hlerpotential, das nicht schon von rechten Parteien bedient wird, gemacht wird?. Ich soll also meine Stimme nicht &#8222;f\u00fcr&#8220; etwas abgeben sondern &#8222;gegen&#8220; etwas? Wie gesagt und wie sich nun schon mehrfach zeigte (ich frage mich, wof\u00fcr all die schlauen und teuren Daten-Analysten bezahlt werden): Nein, damit wird dieses Potential, das weit gr\u00f6\u00dfer ist als das, dem grade alle nachrennen, nicht aktiviert!<\/p>\n<p>Das einzige &#8222;F\u00fcr&#8220; das ich derzeit sehe, daf\u00fcr stimmen zu k\u00f6nnen, sofern ich nicht rechtsradikal w\u00e4hlen will, ist, dass doch bitte alles so bleiben solle wie es ist. W\u00e4hler, die eben damit wie es ist nicht mehr zufrieden sind, aber keine menschenverachtenden Arschl\u00f6cher w\u00e4hlen wollen, also W\u00e4hler wie z.B. mich, l\u00e4sst man damit komplett liegen. Solange &#8222;alles noch irgendwie gut&#8220; ist, war das eine eine richtige Strategie, die Kohl damals l\u00e4nger an der Macht erhielt als es IMO dem Land gut tat. Denn dann gibt es tats\u00e4chlich viele, die genau &#8222;daf\u00fcr&#8220; ihre Stimme abgeben.<\/p>\n<p>Wenn aber die Grundstimmung eine ist, die sagt &#8222;Es muss sich etwas \u00e4ndern&#8220;, dann gehen die, denen eine Ver\u00e4nderung in die Richtung, die ihnen vorschwebt (egal, ob &#8222;nur&#8220; Gef\u00fchlt oder mit Evidenz unterf\u00fcttert), versprochen wird, zur Wahl. Und die, denen nichts angeboten wird au\u00dfer ein &#8222;dagegen&#8220;, nicht. Man kann an den Wahlergebnissen zur Zeit sehr gut sehen, wem etwas angeboten wird &#8211; und was &#8211; und wem nicht.<\/p>\n<p><strong>Mir jedenfalls gen\u00fcgt der Status Quo nicht.<\/strong> <\/p>\n<p>Der Status Quo ist nichts &#8222;wof\u00fcr&#8220; ich zur Wahl gehe. Und ich bin es Leid, nur noch zur Wahl zu gehen, um &#8222;gegen&#8220; etwas zu stimmen, das noch schlimmer und menschenverachtender als der derzeitige Status Quo w\u00e4re.<\/p>\n<p>Und deshalb schreibe ich diesen langen Artikel. <\/p>\n<p>Er richtet sich an die Parteien, die sich als <strong>Demokraten<\/strong>, als <strong>pluralistisch und weltoffen<\/strong> und als interessiert an einem <strong>Zusammenleben<\/strong> in echter <strong>sozialer Sicherheit<\/strong> und <strong>gleichen Rechten f\u00fcr alle Menschen<\/strong> verstehen. <\/p>\n<p>Und zwar nicht nur als Worth\u00fclse sondern mit ganz <strong>konkreten Pl\u00e4nen<\/strong>. Die zeigen, dass endlich wieder <strong>soziale Sicherheit und angstfreie Zukunft f\u00fcr alle<\/strong> ganz oben auf der Liste der <strong>Aufgaben und des Selbstverst\u00e4ndnisses eines Gemeinwesens<\/strong> steht. <\/p>\n<p>Die f\u00fcr ein Land stehen, in dem sich <strong>alle Menschen<\/strong>, die darin leben, gleich <strong>wertgesch\u00e4tzt<\/strong> f\u00fchlen d\u00fcrfen. <\/p>\n<p>F\u00fcr eine Wertegemeinschaft, die <strong>Humanismus<\/strong>, die <strong>Suche nach Konsensen und nach dem Gemeinsamen<\/strong> f\u00f6rdert, weil es sich daran ausrichtet, dass wir alle Menschen sind, die leben, lieben und lachen wollen, egal, ob sie unterschiedliche Hautfarben, Herk\u00fcnfte, sexuelle Pr\u00e4ferenzen oder Glauben haben. <\/p>\n<p>Die in <strong>Europa<\/strong> eine <strong>Chance auf Frieden und Solidarit\u00e4t<\/strong> sehen und Unterschiede nicht als Grund f\u00fcr Ablehnung und Abgrenzungen f\u00fcrchten sondern als <strong>Grund f\u00fcr Neugier und Austausch<\/strong> feiern.<\/p>\n<p><strong>Bem\u00fcht euch um MICH!<\/strong><\/p>\n<p>Zeigt mir, dass ihr F\u00dcR etwas steht, das ICH m\u00f6chte und f\u00fcr das ich meine Stimme geben will! Die anderen haben doch eh schon etwas, denen braucht ihr nicht mehr hinterher zu rennen, die sind versorgt. Die Hand voll, die ihr da vielleicht wirklich noch umstimmen k\u00f6nnt machen den Kohl nicht fett. ICH bin es, der noch nichts zum Zustimmen hat. Und wenn ihr den anderen nachrennt und nach dem Maul redet, dann sehe ich keinen Grund, warum ich f\u00fcr euch stimmen sollte, denn warum sollte ich das, ich w\u00fcrde ja auch <a href=\"http:\/\/www.svenscholz.de\/index.php\/warum-ich-wenig-geduld-mit-besorgten-buergern-habe\/\">nie f\u00fcr das stimmen, f\u00fcr das jene Leute stimmen, denen ihr da nachrennt<\/a>!<\/p>\n<p>Wenn ihr also nicht wollt, dass 2017 wieder eine Minderheit den Wahlausgang bestimmt:<\/p>\n<p><strong>Gebt mir etwas WOF\u00dcR ich stimmen kann! Und tut es konkret und verbindlich. So, dass ich euch das auch glauben kann!<\/strong><\/p>\n<p>&#8230;denn das ist das n\u00e4chste Problem: wer &#8222;sozial&#8220; verspricht und dann alles, was &#8222;sozial&#8220; war und ist in den Schredder wirft muss sich schon sehr sehr anstrengen, wenn man ihm irgendwann einmal wieder glauben soll! Ja, ich meine dich, SPD, die zur letzten Wahl was von &#8222;sozialer Gerechtigkeit&#8220; faselte, aber gleichzeitig weiterhin die Agenda 2010 als ihren gr\u00f6\u00dften Erfolg verkaufen wollte und deren Protagonisten nach wie vor den Kurs bestimmen lassen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a style=\"border: 0;\" href=\"http:\/\/flattr.com\/thing\/1694\/sagichdoch\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" title=\"Flattr this\" src=\"http:\/\/api.flattr.com\/button\/flattr-badge-large.png\" alt=\"\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Juni Brexit, jetzt Trump, in Europa feiern die rechten Populisten ebenfalls Wahlsieg auf Wahlsieg und \u00fcberall in den Medien, den &#8222;etablierten&#8220; Parteien und auch im eigenen pluralistisch und humanistisch denkenden Freundes- und Bekanntenkreis fragt man sich &#8222;Wie kann das passieren?&#8220; Ein bisschen erinnert mich diese Frage an genau die Fragen, die ich dereinst meinen &hellip; <a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/perspektiven\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Perspektiven<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"","activitypub_max_image_attachments":3,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"","footnotes":""},"categories":[5,3],"tags":[29,153,150,151,102,149,152,108],"class_list":["post-1141","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-persoenlich","category-politik","tag-angst","tag-brexit","tag-bundestag","tag-geschichte","tag-nazis","tag-parteien","tag-trump","tag-wahl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1141"}],"version-history":[{"count":39,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1264,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1141\/revisions\/1264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}