{"id":1455,"date":"2020-05-23T08:31:51","date_gmt":"2020-05-23T07:31:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.svenscholz.de\/?p=1455"},"modified":"2020-11-16T16:18:45","modified_gmt":"2020-11-16T15:18:45","slug":"systemisch-vs-individuell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/systemisch-vs-individuell\/","title":{"rendered":"Vom  Problem,  &#8222;systemische&#8220; von &#8222;individuellen&#8220; Ebenen zu trennen"},"content":{"rendered":"\n<p>Offenbar hat mich eine Diskussion auf Facebook gestern \u00fcber die Nacht so besch\u00e4ftigt, dass ich heute fr\u00fch tats\u00e4chlich mit einem Gedanken aufgewacht bin, mit dem ich Leuten, die reflexhaft auf Beschreibungen von Auswirkungen, die die patriarchal gepr\u00e4gten Normen und Muster in unserer Gesellschaft nunmal zeitigen und durch zig empirische Daten eindeutig belegbar sind, mit Unterstellungen, man verbreite &#8222;M\u00e4nnerhass&#8220; oder \u00fcberhaupt seien ja wohl &#8222;nicht alle M\u00e4nner so&#8220;, reagieren &#8211; oder sie nehmen es gleich als pers\u00f6nlichen Angriff, weil sie sich selbst als m\u00e4nnlich  identifizieren und sich deshalb als Person direkt &#8222;gemeint&#8220; f\u00fchlen &#8211;  den Denkfehler erkl\u00e4ren kann, in den sie da getappt sind.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Grob gesagt ist das ja schlicht eine &#8222;Verwechslung&#8220; von Ebenen, denn freilich geht es bei einem Satz wie z.B. &#8222;M\u00e4nner sind in dieser Gesellschaft nach wie vor privilegiert, Frauen werden noch immer benachteiligt&#8220; um eine Feststellung eines grunds\u00e4tzlichen Zustands auf systemischer Ebene, der nicht f\u00fcr jede Person auf einer individuellen, pers\u00f6nlichen  Ebene zutreffen muss, um &#8222;wahr&#8220;, sprich, empirisch belegbar zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft reicht aber dieser Hinweis nicht, habe ich leider feststellen m\u00fcssen &#8211; &#8222;Dann sag halt nicht &#8218;M\u00e4nner&#8216;, wenn du nicht alle M\u00e4nner meinst!&#8220; und \u00e4hnliches kommt dann gern. Was mir sagt, dass mein Gegen\u00fcber sich noch immer &#8222;mitgemeint&#8220; f\u00fchlt, als konkrete Person. <\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht hilft  aber tats\u00e4chlich die kleine Analogie, die mir heute fr\u00fch in den Kopf schoss. Also:<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Behauptung lautet:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;W\u00f6rter, die Negatives  aussagen oder negative Gegenteile von Positivem bedeuten, beginnen signifikat oft mit U. Das hei\u00dft, dass es kein Zufall ist, wenn ein Wort, das etwas Negatives\/Negativiertes  bedeutet, ein  U am Wortanfang hat.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich begr\u00fcnde meine These damit, dass es die Vorsilbe &#8222;un-&#8220; ist, also  ein &#8222;systemischer&#8220; Faktor innerhalb der Sprache, der daf\u00fcr sorgt, dass signifikant viele W\u00f6rter negativer oder negativierter Bedeutung mit &#8222;U&#8220; beginnen und das somit kein Zufall ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft eben aber nicht, dass im Umkehrschluss zul\u00e4ssig ist, zu sagen, <em>&#8222;Alle W\u00f6rter, die mit &#8222;U&#8220; beginnen haben negative\/negativierte Bedeutungen&#8220;<\/em>. Behauptet aber auch niemand. <\/p>\n\n\n\n<p>Es hei\u00dft auch nicht, dass <em>alle W\u00f6rter, die negative\/negativierte Bedeutung haben, mit &#8222;U&#8220; beginnen<\/em>. Behauptet aber ebenfalls niemand.<\/p>\n\n\n\n<p>Das hei\u00dft, das Wort &#8222;Unterhose&#8220; widerlegt meine These genausowenig wie das Wort &#8222;schlecht&#8220;. F\u00fcr die beobachtete und empirisch nachweisbare Systematik innerhalb des Konstrukts &#8222;Sprache&#8220; sind diese W\u00f6rter nicht relevant, denn sie sind nicht Teil der beobachteten Systematik, die ja dennoch weiter existiert. Der Umstand, dass es das Wort &#8222;unsch\u00f6n&#8220; gibt, aber nicht &#8222;unschlecht&#8220; dagegen spricht f\u00fcr meine These, dass es tats\u00e4chlich um eine Negativierung und nicht nur um Bedeutungsumkehr geht.<\/p>\n\n\n\n<p>So ist das dann eben auch in der Frage der Auswirkungen einer patriarchal gepr\u00e4gten Gesellschaft, in der M\u00e4nner gegen\u00fcber Frauen an vielen Stellen (noch) Privilegien gegen\u00fcber Frauen genie\u00dfen. Auf einer systemischen Ebene. Weder der eine Mann, dessen Anspruch auf Bef\u00f6rderung seit Jahren ignoriert wird noch die Frau, die in den  Vorstand eines Gro\u00dfunternehmens eingesetzt wurde, \u00e4ndern etwas daran.<\/p>\n\n\n\n<p>Was etwas daran \u00e4ndert ist, die existierende und nachweisbare <em>systemische<\/em> Ungleichverteilung von Macht und M\u00f6glichkeiten zu erkennen und &#8211; ebenfalls auf einer strukturellen Ebene &#8211; abzubauen. Z.B. durch Quoten, die die ungleichen Chancen solange zumindest ein wenig abfangen, solange es ohne nicht funktioniert. <\/p>\n\n\n\n<p>In unserer Analogie entspr\u00e4che die Abschaffung patriarchaler Strukturen und ihrer Auswirkungen in der Gesellschaft der Abschaffung der Vorsilbe &#8222;un-&#8220; als negativierende Funktion in der Sprache (und ja, das ist ein rein hypothetischer Ansatz zur Erl\u00e4uterung eines Sachverhaltes,  niemand hat etwas gegen diese Vorsilbe, drum will die in Wirklichkeit nat\u00fcrlich niemand abschaffen &#8211; ich erschrecke aber darob, dass ich das hier tats\u00e4chlich sicherheitshalber dazu schreibe)<\/p>\n\n\n\n<p>Wird es danach auf individueller Ebene keine Ungerechtigkeiten und Machtstrukturen mehr geben, die auf Faktoren fu\u00dfen, die solche Strukturen nicht rechtfertigen? Doch, denn Ungerechtigkeiten und Machtgef\u00e4lle  gibt es viele, und viele Ursachen f\u00fcr solche (Herkunft, Hautfarbe, Religion, sozialer Status, der Faktoren sind da immer noch genug). Aber es wird zumindest ein paar weniger geben. N\u00e4mlich die, die bislang auf patriarchalen Traditionen basierten. Sprich, das Wort &#8222;schlecht&#8220; besteht weiterhin und beschreibt auch weiterhin etwas Negatives. Aber das Wort &#8222;unsch\u00f6n&#8220; ist weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Hei\u00dft das, es wird keine M\u00e4nner (und Frauen und was es in dem Spektrum der Geschlechter noch so alles gibt) mehr geben? Doch, denn das Verschwinden partriachaler Strukturen hat nichts mit dem Geschlecht von Individuen zu tun sondern mit tradierten und gepr\u00e4gten Machtstrukturen, Normen und Stereotypen. Hei\u00dft,  es wird immer noch einen Haufen sch\u00f6ne W\u00f6rter geben, die mit &#8222;U&#8220; beginnen. Das Wort &#8222;Unterhose&#8220; bleibt.  Das Wort &#8222;Ungerechtigkeit&#8220; verschwindet, nicht der Buchstabe &#8222;U&#8220; am Anfang von W\u00f6rtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Hei\u00dft das, du bist gemeint oder gar f\u00fcr dieses strukturelle Problem unserer Gesellschaft pers\u00f6nlich verantwortlich, weil du ein Mann bist? Nein, und niemand behauptet das. <\/p>\n\n\n\n<p>Deine Verantwortung beginnt erst an der Stelle, an der dir deine Privilegien bewusst sind und du sie weiterhin bewusst zum Eigennutz einsetzt oder sie auch nur bewusst ignorierst, sprich, nichts dagegen tust. Was aber eine g\u00e4nzlich andere Ebene ist und irrelevant im Zusammenhang einer Diskussion eines strukturellen\/systemischen Problems.  <\/p>\n\n\n\n<p>Es ist sogar ziemlich egal, ob du als Individuum hier \u00fcberhaupt eine Position einnimmst, denn die Diskussion behandelt ein strukturelles Thema und die L\u00f6sungsans\u00e4tze, um diese strukturellen Probleme zu l\u00f6sen, liegen ebenfalls auf strukturellen Ebenen. Stichwort Quote, Rechtsanspr\u00fcche auf Gleichbehandlung, Ma\u00dfnahmen gegen die Benachteiligung von M\u00fcttern (Alleinerziehende, Rentenl\u00fccke, usw.) usw. usf..<\/p>\n\n\n\n<p>Da ist eine pers\u00f6nliche Einzelmeinung, wenn sich da wer jetzt als Mann irgendwie &#8222;ungerecht beschuldigt&#8220; f\u00fchlst, v\u00f6llig irrelevant, wenn nicht nachgerade l\u00e4cherlich. und f\u00e4llt halt oft nur unter  &#8222;alter wei\u00dfer Mann&#8220;-Gehabe*,  also Reflexe von Leuten, deren Haltung so veraltet ist, dass sie f\u00fcr eine aktuelle Diskussion nicht mehr z\u00e4hlen, weil die Diskussion solchen Leuten schon l\u00e4ngst davon gelaufen ist und sie die eh nicht mehr einholen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hei\u00dft, nein, nicht Uwe oder Ursula , nicht einmal  Undine sind gemeint, wenn wir \u00fcber die Funktion der Vorsilbe &#8222;un-&#8220; in der deutschen Sprache sprechen, die daf\u00fcr sorgt, dass \u00fcberdurchschnittlich viele W\u00f6rter, die mit &#8222;U&#8220; beginnen, negative Bedeutung haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Unterschied zwischen systemischer und individueller Ebene, bzw. dass diese Ebenen oft nicht sauber getrennt bleiben, l\u00e4sst sich nicht nur in Dikussionen um Geschlechtergerechtigkeit beobachten, insoweit ist auch dieser Punkt ein Beispiel. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber wer wei\u00df, vielleicht hilf die Analogie auf ein systemisches Ph\u00e4nomen in der Semantik ja dem ein oder der anderen, die bisher bei der Trennsch\u00e4rfe zwischen diesen Ebenen Probleme hatten. Wenn ja, w\u00fcrde mich das freuen, denn es w\u00fcrde die Diskussion von systemischen Problemen stark erleichtern, wenn alle Beteiligten es ein bisschen besser schafften, auf der systemischen Ebene zu bleiben und sich nicht auf einer pers\u00f6nlichen Ebene von einem Thema, das nichts mit dieser pers\u00f6nlichen Ebene zu tun hat, antriggern zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>____________<\/p>\n\n\n\n<p>* <em>da muss ich auch mal was dr\u00fcber schreiben, auch da gibts ja gern mal Leute, die sich von dieser Redewendung antriggern lassen <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>____________<\/p>\n\n\n\n<p><em>Addendum: <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auf Facebook wurde in der Diskussion um diesen Artikel auf die oben erw\u00e4hnte &#8222;Verantwortung&#8220; eingegangen, indem gefragt wurde, ob der Beginn der Verantwortung mit dem Erkennen der Privilegierung, wie ich oben postulierte, nicht etwas sp\u00e4t angesetzt sei und nicht schon fr\u00fcher beg\u00e4nne. Ich hab dazu folgendes geantwortet:<br \/><\/p>\n\n\n\n<p>Eine pers\u00f6nliche Verantwortung liegt f\u00fcr mich im Rahmen dessen, was die Aufkl\u00e4rung beschreibt. Wenn die sagt, dass Aufkl\u00e4rung der Ausgang aus der <em>selbstverschuldeten<\/em> Unm\u00fcndigkeit sei, dann setzt das zumindest die M\u00f6glichkeit &#8211; im Sinne des Wortes, also die Erm\u00f6glichung auch von Seiten der Umwelt &#8211; zur Erkenntnis voraus, sprich, die M\u00f6glichkeit der Wahrnehmung z.B. eines Zustandes, Umstandes etc.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Generellen ist das dann &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; die Verantwortung, sich und seine Umwelt stets zu hinterfragen. Das ist aber dann auch irgendwie ein bisschen ein Allgemeinplatz, ehrlich gesagt, oder?<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zusammenhang mit Normen und Pr\u00e4gungen, speziell Internalisierungen, ist aber dennoch auch ein Faktor, ob jemand eine Gelegenheit hatte, eine solche Internalisierung bei sich zu erkennen. Denn das ist ja das Problem bei internalisierten Normen: sie sind nicht als &#8222;menschengemacht&#8220; und damit ver\u00e4nderbar zu erkennen, sonst hie\u00dfen sie ja nicht so.<\/p>\n\n\n\n<p>Insoweit w\u00fcrde ich da bei den Verantwortungen &#8211; oder auch Verantwortungs&#8220;tiefen&#8220; oder gar &#8222;-arten&#8220; &#8211; schon noch unterscheiden zwischen &#8222;wie gut \u00fcbernimmt da jemand grunds\u00e4tzlich Verantwortung f\u00fcr sich und seine Umwelt&#8220; und &#8222;wie stark verantwortlich ist jemand konkret daf\u00fcr, dass etwas in dessen Umwelt nicht in Ordung ist, in das er aber so hineingepr\u00e4gt wurde, dass diese Normen als internalisiert gelten m\u00fcssen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Frage nach gesellschaftlich tradierten Machtgef\u00e4llen sehe ich <em>selbstverschuldete<\/em> Unm\u00fcndigkeit deshalb ab dem Moment, an dem eine Haltung der Ignoranz gegen\u00fcber diskriminierenden Strukturen eingenommen wird, und die beginnt ab dem Moment, an dem Menschen wissen, dass es dieses Machtgef\u00e4lle gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist \u00fcbrigens schon sehr sehr fr\u00fch und deshalb gar nicht mal so &#8222;erst dann&#8220; wie man vielleicht zun\u00e4chst glauben m\u00f6chte\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offenbar hat mich eine Diskussion auf Facebook gestern \u00fcber die Nacht so besch\u00e4ftigt, dass ich heute fr\u00fch tats\u00e4chlich mit einem Gedanken aufgewacht bin, mit dem ich Leuten, die reflexhaft auf Beschreibungen von Auswirkungen, die die patriarchal gepr\u00e4gten Normen und Muster in unserer Gesellschaft nunmal zeitigen und durch zig empirische Daten eindeutig belegbar sind, mit Unterstellungen, &hellip; <a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/systemisch-vs-individuell\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Vom  Problem,  &#8222;systemische&#8220; von &#8222;individuellen&#8220; Ebenen zu trennen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"activitypub_content_warning":"","activitypub_content_visibility":"","activitypub_max_image_attachments":3,"activitypub_interaction_policy_quote":"anyone","activitypub_status":"","footnotes":""},"categories":[4,14],"tags":[161,163,162,160],"class_list":["post-1455","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gesellschaft","category-kultur","tag-erklaerbaer","tag-feminismus","tag-patriarchat","tag-semantik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1455"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1479,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1455\/revisions\/1479"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}