{"id":1565,"date":"2015-06-06T07:03:00","date_gmt":"2015-06-06T06:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/svenscholz.de\/?p=1565"},"modified":"2023-07-01T07:54:04","modified_gmt":"2023-07-01T06:54:04","slug":"das-tamron-150-600-f-5-6-3-di-vc-usd-super-zoom-ein-erster-eindruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/das-tamron-150-600-f-5-6-3-di-vc-usd-super-zoom-ein-erster-eindruck\/","title":{"rendered":"Das Tamron 150-600 F\/5-6.3 Di VC USD Super-Zoom. Ein erster Eindruck."},"content":{"rendered":"\n<p><em>[Dieses Posting erschien zuerst im &#8222;Fotoschraubr&#8220;-Blog, das leider nicht mehr existiert, weshalb ich es aus der wayback-machine rauskopiert habe.]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe nicht viele Fotos gemacht im vergangenen Monat, au\u00dfer ein paar Testsch\u00fcsse mit einem neuen Objektiv. Drum dachte ich mir, ich mache stattdessen einen Erfahrungsbericht \u00fcber ebendieses, und ein paar Fotos sind dann ja auch dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Das mit dem Equipment ist ja immer so eine Sache: ich sehe das im Grundsatz genauso wie Kollege Rollinger, n\u00e4mlich, dass es nicht das Equipment ist, das ein gutes Foto \u201emacht\u201c sondern das Auge der Person, die das Foto schie\u00dft. Weshalb ich seinen letzten Blogbeitrag auch komplett unterschreibe.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aber.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Fotos, die ohne das entsprechende Equipment nicht zu machen sind. F\u00fcr eine Makroaufnahme braucht man eine Makro-Linse, f\u00fcr eine n\u00e4chtliche Milchstra\u00dfe ein Weitwinkel und eine Kamera, die \u00fcber gute ISO-F\u00e4higkeiten verf\u00fcgt, f\u00fcr die meisten Wildtiere ein Tele, usw. usf. Insoweit, nat\u00fcrlich (und da wird mir Herr Rollinger nat\u00fcrlich auch zustimmen) ist die Frage nach Equipment durchaus auch eine relevante und interessante Frage f\u00fcr dieses Blog \u2013 in der Form von \u201eWenn ich wilde Tiere, wie z.B. heimische V\u00f6gel, fotografieren m\u00f6chte, womit kann ich das tun?\u201c \u2013 ob das Bild, das man dann schie\u00dft, tats\u00e4chlich \u201egut\u201c wird, nat\u00fcrlich, liegt dann am Ende dennoch beim Fotografierenden. Auch ein 10.000 Euro-Tele garantiert kein einziges gutes Bild eines Piepmatzes, wenn die Fotografin oder der Fotograf ihre\/seine Ausr\u00fcstung nicht kennt, kein Auge hat f\u00fcr Bildkomposition, kein Gesp\u00fcr f\u00fcr die Gelegenheit und\/oder keine Geduld, auf eine solche zu warten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Aber.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00e4re nicht dieses Blog, wenn wir an diese Frage nicht dennoch etwas anders ran gingen. N\u00e4mlich ein wenig \u201erealistischer\u201c, in dem Sinne, dass sich nur die wenigsten Menschen da drau\u00dfen das 10.000 Euro-Objektiv leisten k\u00f6nnen. Oder auch \u201enur\u201c eins f\u00fcr 4.000. Ich jedenfalls kann das nicht. Ich spare zwar immer ein wenig Geld, um mir \u201eirgendwann\u201c mal dieses oder jenes Teil anzuschaffen und ich spare lange genug, damit ich mir auch mal was \u201ebesseres\u201c leisten kann, aber ich denke, ich d\u00fcrfte mit meinen M\u00f6glichkeiten im Durchschnitt liegen. Und f\u00fcr den Durchschnitt bedeutet \u201egutes Equipment\u201c eben meist: ein bisschen besser als das billigste, was man kriegen kann, aber unerreichbar weit weg bleibend von allem, das sich der Vollprofi kaufen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>So habe ich das letzte Jahr auf ein neues Tele-Zoom gespart. Wer ein paar meiner Bilder kennt, hat schon mitbekommen: ich gehe gern auf \u201eJagd\u201c, neben weiten Landschaften haben es mir Tiere angetan. In unseren Breiten sind das meist V\u00f6gel, die Gelegenheit auf Rehe oder \u00e4hnliches ist eher selten und ein Gl\u00fccksfall. Wenn ich Lust auf frische Lust habe und einen Gang in die Natur mache, sind V\u00f6gel im Normalfall das, wovon man sich schon relativ sicher sein kann, dass man sie zu Gesicht bekommt. Bei mir war bis vor Kurzem bei 300 mm Brennweite Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, ich habe durchaus ein paar sch\u00f6ne \u201eAbsch\u00fcsse\u201c hinbekommen damit, das Nikkor 70-300 ist \u201etrotz\u201c seines vergleichsweise g\u00fcnstigen Preises ein sehr gutes Objektiv, wie man ja an meinem letztmonatigen Foto des Monats sehen kann, aber es kam einfach zu oft vor, dass ich Tieren nicht nah genug kommen konnte bevor sie wegliefen oder -flogen. Nicht jeder Vogel ist so neugierig wie ein Rotkehlchen, das einen schon mal 3-4 Meter nah rankommen l\u00e4sst. Bei Abst\u00e4nden von 10 Metern und mehr sind 300mm \u2013 speziell bei kleinen Tieren wie z.B. Singv\u00f6gel \u2013 oft zu wenig.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einiger Zeit schon kamen dann tats\u00e4chlich bezahlbare Super-Zooms bis 500 mm raus, speziell von Tamron und Sigma, und als Tamron ein Zoom bis 600 mm ank\u00fcndigte war ich sehr gespannt, wenn auch ein bisschen skeptisch. Letzten Monat dann war es so weit, das Tamron 150-600 F\/5-6.3 VC USD f\u00fcr meine Nikon D800 (das Folgende bezieht sich also auf Vollformat) rutschte unter die 1000 Euro-Grenze und da ich seit l\u00e4ngerem schon mehrere Zooms beobachtete und die negative Kritik am Tamron sich in Grenzen hielt, die das Risiko (Das keins ist: ich kann es umtauschen, wenn ich nicht zufrieden w\u00e4re) wert erschienen lie\u00dfen, schlug ich zu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tamron 150-600 F\/5-6.3 Di VC USD<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Optik, Haptik und Handling<\/h3>\n\n\n\n<p>Erster Eindruck: Schei\u00dfe, ist das ein riesiges Teil! Die Verdopplung der Brennweite im Vergleich zu meinem alten Zoom bringt auch eine fast doppelte Gr\u00f6\u00dfe \u2013 in L\u00e4nge wie in Breite, wenn man den riesigen Gegenlicht-Eimer mitrechnet \u2013 des Objektivs mit sich. Und das Gewicht von 2 Kilogramm muss man auch erstmal verdauen.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/tamron2.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Tamron 150-600 F\/5-6.3 VC USD <\/em>auf 600mm ausgefahren<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Das Teil hat nicht umsonst einen Fu\u00df f\u00fcr die Montage auf ein Stativ. Jedes normale Stativ h\u00e4tte immense Schwierigkeiten, die Kamera zu halten, w\u00fcrde man diese am Gewinde der Kamera aufs Stativ schrauben. Der Fu\u00df trifft den Schwerpunkt zumindest bei mir aber sehr genau, so dass das Stativ keine Probleme macht und auch ein Einbein die Kamera dort st\u00fctzt, wo es sinnvoll ist.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt ist ein Einbein tats\u00e4chlich empfehlenswert, wenn man irgendwo auf der Lauer liegt \u2013 frei gehalten geht das Teil ziemlich in die Arme. Man kann zwar auch aus der Hand fotografieren, aber bei l\u00e4ngeren Wartezeiten wird es sp\u00fcrbar anstrengend. Allerdings stellte ich f\u00fcr mich fest: mein altes Einbein reicht nicht, ich brauche ein etwas stabileres.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Nachteil des Stativ-Mounts: er st\u00f6rt tats\u00e4chlich ein wenig, wenn man doch aus der Hand fotografieren m\u00f6chte*.<\/p>\n\n\n\n<p>Normalerweise w\u00fcrde man die Kamera ja mit dem Objektiv auf die linke Hand legen (wenn man Rechtsh\u00e4nder ist wie ich) und mit dieser Hand den Korpus des Objektivs von unten umgreifen. Der Fu\u00df verhindert das bei mir ein St\u00fcck weit. Zumindest so weit, dass es nicht mehr bequem geht \u2013 mir fehlt ein knapper Zentimeter Platz zwischen Objektiv und Fu\u00df, um das Objektiv bequem so greifen zu k\u00f6nnen, wie ich wollte. Das Handgelenk wird ein wenig zu stark verdreht bzw. dr\u00fcckt mir der Mount auf den Handr\u00fccken und die Hand wird eingeklemmt.<\/p>\n\n\n\n<p>*Dann entdeckte ich \u2013 Tage sp\u00e4ter \u2013 dass man den Fu\u00df verstellen kann. Eine dicke Schraube l\u00f6st ihn soweit, dass man ihn bequem zur Seite drehen kann. Ja, es ist mein erstes Objektiv mit so einem Fu\u00df, und ich wusste das nicht, dass das geht. Aber, nat\u00fcrlich, ist das ja auch logisch, denn wie anders soll man sonst auf Hochformat umstellen k\u00f6nnen? Jedenfalls: mit zur Seite gedrehtem Fu\u00df l\u00e4sst sich auch bestens direkt aus der Hand fotografieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Objektiv hat einen \u201eLock\u201c, mit dem man den Zoom bei 150mm fixieren kann. Das Herausdrehen des Zooms ist zwar schwerg\u00e4ngig genug, um zu verhindern, dass sich die Einstellung bei kleineren Schr\u00e4glagen verdreht, aber wenn die Kamera w\u00e4hrend des Laufens um den Hals h\u00e4ngt und nach unten schaut rutscht das Objekt schon ein wenig durch. Da ist es schon ganz praktisch, wenn man es im k\u00fcrzesten Zustand fixieren kann. Die manuelle Sch\u00e4rfe l\u00e4sst sich ebenfalls sehr gut an, nicht zu leichtg\u00e4ngig, aber auch nicht rucklig, mit einer guten \u00dcbersetzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem macht das Teil in der Verarbeitung einen durchweg guten Eindruck, es klappert und wackelt nichts und es f\u00fchlt sich alles angenehm stabil bis hin zu massiv an. Da kann man nicht motzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was hat es noch an Extras? An der Seite befinden sich 3 Schalter: einer f\u00fcr den Verwacklungsschutz, den man bei Stativnutzung ja besser ausschaltet, einer f\u00fcr die Umschaltung des Autofokus auf manuelle Fokussierung und einer, der den Autofokus auf eine Mindestentfernung von 15 Metern beschr\u00e4nkt. Letzteres ist praktisch, wenn man sowieso nur an entfernten Motiven interessiert ist, denn das verk\u00fcrzt gegebenenfalls die automatische Fokussierzeit deutlich, weil das Objektiv dann erst gar nicht versucht, etwas in der N\u00e4he zu fokussieren. Auf \u201eFull\u201c ist der Mindestabstand etwas mehr als 2,5 Meter, Objekte n\u00e4her als dieses k\u00f6nnen nicht mehr scharf gestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Praxis: Fotos machen mit 600mm<\/h3>\n\n\n\n<p>Aaalso, wo fang ich an. Vielleicht damit: Nein, das Tamron ist kein lichtstarkes Objektiv. Nat\u00fcrlich nicht. Wie sollte es das, bei diesem Preis. Ich war allerdings schon mal positiv \u00fcberrascht, dass es bis hin zu etwa 450mm mindestens so gute Bilder macht wie mein Nikkor (das nat\u00fcrlich bei f5.6 am langen Ende auch nicht als \u201elichtstark\u201c gelten kann, aber eben auch hier gilt: nicht zu diesem Preis). Hei\u00dft: ich habe mal 150mm mehr Brennweite bei gleicher Qualit\u00e4t, daf\u00fcr fehlen mir die 70-150mm. Somit ein brauchbarer Tausch, wenn es mir ja um das lange Ende geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Oberhalb der 450mm wird das Tamron etwas schwieriger zu handhaben. f6.3 bei 600mm maximale Blenden\u00f6ffnung ist nicht viel, und wie ich festgestellt habe, sollte man bei 600mm eher noch etwas st\u00e4rker abblenden, da feine Strukturen \u2013 wie es Federn bei V\u00f6geln nun mal sind \u2013 etwas zum Zermatschen neigen. Bei nicht idealen Lichtbedingungen hei\u00dft das: den ISO hoch, denn der Verwacklungsschutz ist zwar tats\u00e4chlich nicht schlecht, kann aber auch keine Wunder vollbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein erstes Foto machte ich im Hof vor meiner Wohnung. Dort h\u00e4ngt ein Nistkasten, in dem Meisen gerade Junge haben. Was super ist, da damit sicher ist, dass alle Minute ein Elternvogel zum F\u00fcttern vorbei kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bedingungen waren nicht 100% ideal: der Kasten hing im Schatten, es war haupts\u00e4chlich bew\u00f6lkt und es war sp\u00e4ter Nachmittag. Meisen bewegen sich zudem gern etwas hektischer. Der Lichthunger des Objektivs einerseits und die Notwendigkeit, eine nicht zu geringe Verschlusszeit zu haben, bei gleichzeitig etwas geschlossenerer Blende, um auch am langen Ende des Objektives genug Sch\u00e4rfe f\u00fcr so ein fein strukturiertes Motiv zu erreichen hie\u00df: ISO hoch auf 500, obwohl es heller Tag war. Das Ergebnis schaute wie folgt aus:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/38019958\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38019958.7e2eaf7f.1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1566\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38019958.7e2eaf7f.1024.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38019958.7e2eaf7f.1024-300x200.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38019958.7e2eaf7f.1024-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Vollformat ohne Crop \u2013 EXIF: 1\/125 \u2022 f\/9.0 \u2022 600.0 mm \u2022 ISO 500 \u2022 NIKON D800<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Und hier ein Ausschnitt in 100%. Man sieht durchaus ein paar Schw\u00e4chen in der Sch\u00e4rfe, was nat\u00fcrlich auch daran liegt, dass bei ISO 500 nach dem Herausziehen der Schatten bei der Nachbearbeitung in Lightroom bei pixelgenauer Ansicht schon etwas Rauschen zu sehen ist und dieses Rauschen feine Linien und Kanten deutlich zerfasert, so dass man um etwas Unsch\u00e4rfe durch das notwendige Entrauschen nicht herum kommt. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Haupt\u201cfehler\u201c allerdings d\u00fcrfte in der noch zu geringen Ausl\u00f6segeschwindigkeit liegen, mit 1\/125 s ohne Abst\u00fctzen aus der Hand (noch dazu noch ohne zu schnallen, dass ich den Stativ-Mount zur Seite drehen kann) habe ich dann doch ein wenig verwackelt. Man sagt ja \u201e1\/Brennweite = Verschlusszeit\u201c \u2013 das kann man getrost halbieren, wenn der Verwacklungsschutz aktiviert ist, und wer eine ruhige Hand hat \u2013 oder etwas, worauf man sich aufst\u00fctzen kann, oder beides, kommt auch schon mal auch darunter. Aber 1\/125 aus der Hand bei 600mm geht auch bei mir nicht mehr ohne leichtes Verwackeln.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468170.14641ac0.1024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"875\" height=\"641\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468170.14641ac0.1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1567\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468170.14641ac0.1024.jpg 875w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468170.14641ac0.1024-300x220.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468170.14641ac0.1024-768x563.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 875px) 100vw, 875px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Skalierung 100% \u2013 EXIF: 1\/125 \u2022 f\/9.0 \u2022 600.0 mm \u2022 ISO 500 \u2022 NIKON D800<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das muss aber nicht hei\u00dfen, dass das Foto \u201ekaputt\u201c ist. Es kommt relativ selten vor, dass ein Foto tats\u00e4chlich Pixelgenau gezeigt werden soll, wie man am Foto oben sieht, als Gesamtbild bleiben die Details durchaus annehmbar, selbst wenn man nicht die vollen 7360\u00d74912 Pixel beibeh\u00e4lt sondern nur einen Ausschnitt aus dem Bild holt, von sagen wir also ca. 3400 Pixel Breite. Was aber auch hier deutlich sichtbar bleibt: der Farbkontrastverlust, der durch die Kombination Schatten und Rauschen entsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei idealeren Bedingungen schaut die Sache dann auch schon anders aus. Das folgende Bild entstand bei Sonnenschein mitten am Tag.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Ausl\u00f6segeschwindigkeit von 1\/320s bei ebenfalls etwas st\u00e4rker geschlossener Blende musste ich selbst bei Sonnenschein schon den ISO etwas erh\u00f6hen. ISO 250 ist aber tats\u00e4chlich noch \u00fcberhaupt kein Problem, insoweit st\u00f6rt mich das nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/38033946\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38033946.636d78e5.1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1568\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38033946.636d78e5.1024.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38033946.636d78e5.1024-300x200.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38033946.636d78e5.1024-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Vollformat ohne Crop \u2013 EXIF: 1\/320 \u2022 f\/9.0 \u2022 600.0 mm \u2022 ISO 250 \u2022 NIKON D800<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In der pixelgenauen 100%-Ansicht sieht man dann schon noch sehr deutlich, dass das Objektiv am langen Ende nicht so scharf ist wie das lange Ende meines NIKKOR 70-300ers, aber daf\u00fcr steckt hier ja auch die doppelte Brennweite drin.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468176.b89dff50.1024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"887\" height=\"553\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468176.b89dff50.1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1569\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468176.b89dff50.1024.jpg 887w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468176.b89dff50.1024-300x187.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/38468176.b89dff50.1024-768x479.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 887px) 100vw, 887px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Skalierung 100% \u2013 EXIF: 1\/320 \u2022 f\/9.0 \u2022 600.0 mm \u2022 ISO 250 \u2022 NIKON D800<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr ein Objektiv, das nicht einmal mehr 1000 Euro kostet ist diese Abbildungsqualit\u00e4t am extremen Ende seiner Leistungsf\u00e4higkeit \u2013 wie gesagt, unterhalb der 600 mm muss sich das Tamron nicht hinter dem Nikkor 70-300 verstecken \u2013 durchaus annehmbar. Jedes Objektiv, das bei dieser Brennweite bessere Ergebnisse erzielt liegt deutlich au\u00dferhalb des Budgets, von dem wir hier reden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p>Das Tamron 150-300 ist ein Budget-Zoom, das ein durchaus sehr gutes Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis aufweist. Das hei\u00dft: es hat seine eindeutig identifizierbaren Schw\u00e4chen, die belegen, dass man f\u00fcr unter 1000 Euro kein absolutes High-End-Produkt herstellen kann. Aber es beweist auch, dass man auch im Budget-Bereich brauchbare Produkte anbieten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Brauchbar hei\u00dft: es ist gut verarbeitet, stabil, da wackelt nichts und es f\u00fchlt sich damit durchaus \u201ewertig\u201c an. Der Autofokus arbeitet relativ schnell und pr\u00e4zise genug (bei schwachem Kontrast vertut er sich leider auch mal um ein paar Zentimeter), der Verwacklungsschutz ist gut \u2013 gut genug, um auch am langen Ende aus der Hand fotografieren zu k\u00f6nnen \u2013 die Mechaniken von Zoom und manuellem Fokus liegen ausgewogen zwischen angenehm leichtg\u00e4ngig und widerstandsf\u00e4hig genug und die Abbildungsleistung ist wirklich gut \u00fcber 3\/4 der Brennweitenstrecke und im letzten Viertel brauchbar bis hin zu durchaus gut, wenn man etwas abblenden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schw\u00e4chen des Objektivs verhindern, dass es ein Allrounder ist. Bei schlechteren Lichtverh\u00e4ltnissen braucht man es erst gar nicht aus der Tasche holen, es sei denn, man hatte eh vor, eine Langzeitbelichtung zu machen. Bei nicht ganz idealen Bedingungen braucht man eine Kamera, die gut mit hohen ISO-Werten umgehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei idealen Lichtverh\u00e4ltnissen aber gibt es kaum etwas auszusetzen \u2013 der einzige Kritikpunkt, der f\u00fcr mich dann noch bleibt ist die Notwendigkeit, allersp\u00e4testens ab 500mm aufw\u00e4rts abblenden zu m\u00fcssen, damit das Ergebnis ausreichend Sch\u00e4rfe aufweist, was bei der ohnehin nicht besonders hohen Lichtst\u00e4rke und der Notwendigkeit, bei diesen Zoom-Stufen auch eine schnellere Verschlusszeit zu ben\u00f6tigen, nat\u00fcrlich schon wirklich weh tun kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn essentiell f\u00fcr gute Ergebnisse ist: Verschlussgeschwindigkeit hoch, je gr\u00f6\u00dfer die gew\u00e4hlte Brennweite. Aus der Hand bedeutet das bei mir: ca. eine halbe Brennweitestel Sekunde (1\/Brennweite\/2 s) \u2013 vorausgesetzt, das Motiv bewegt sich nicht. Abgest\u00fctzt oder mit einem stabilen Einbein kann man das noch etwas verbessern. Besser ist es aber, nicht unbedingt immer an die pers\u00f6nlichen Limits zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen hektischeren Vogel empfiehlt sich aber nat\u00fcrlich auch bei 300 mm schon eine deutlich schnellere Verschlusszeit als die nach dieser Rechnung 1\/150 s.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/48358036\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/48358036.c54a74c9.1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1570\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/48358036.c54a74c9.1024.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/48358036.c54a74c9.1024-300x200.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/48358036.c54a74c9.1024-768x513.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Tamron kommt nat\u00fcrlich nicht an High End Objektive ran, f\u00fcr die man aber nat\u00fcrlich dann auch deutlich mehr auf den Tisch legen muss. Objektive im Preissegment 3.000 Euro bis 10.000 Euro liegen so deutlich au\u00dferhalb meines Budgets, solche Objektive w\u00fcrde ich bei Bedarf leihen (Es gibt da entsprechende Dienstleister, die das anbieten), aber ich k\u00f6nnte sie niemals kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit bin ich froh, mit dem Tamron ein Objektiv innerhalb meiner finanziellen M\u00f6glichkeiten gefunden zu haben, das f\u00fcr die Zwecke, f\u00fcr die ich es haben wollte, sehr gut geeignet ist. F\u00fcr rund 950 Euro leistet dieses Objektiv mehr als ich f\u00fcr diesen Preis erwartet h\u00e4tte. Und ich freue mich schon darauf, das n\u00e4chste Mal damit raus in die Natur zu gehen und genau die Fotos zu machen, die ich oft gern gemacht h\u00e4tte aber bisher nicht machen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Dieses Posting erschien zuerst im &#8222;Fotoschraubr&#8220;-Blog, das leider nicht mehr existiert, weshalb ich es aus der wayback-machine rauskopiert habe.] Ich habe nicht viele Fotos gemacht im vergangenen Monat, au\u00dfer ein paar Testsch\u00fcsse mit einem neuen Objektiv. Drum dachte ich mir, ich mache stattdessen einen Erfahrungsbericht \u00fcber ebendieses, und ein paar Fotos sind dann ja auch &hellip; <a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/das-tamron-150-600-f-5-6-3-di-vc-usd-super-zoom-ein-erster-eindruck\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Das Tamron 150-600 F\/5-6.3 Di VC USD Super-Zoom. 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