{"id":1578,"date":"2014-04-13T09:40:00","date_gmt":"2014-04-13T08:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/svenscholz.de\/?p=1578"},"modified":"2023-07-01T10:22:29","modified_gmt":"2023-07-01T09:22:29","slug":"gegenlicht-drama-baby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/gegenlicht-drama-baby\/","title":{"rendered":"Gegenlicht \u2013 Drama, Baby!"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>[Dieses Posting erschien zuerst im \u201eFotoschraubr\u201c-Blog, das leider nicht mehr existiert, weshalb ich es aus der wayback-machine rauskopiert habe.]<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ich versprach bei meinem\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20161223135946\/https:\/\/fotoschraubr.wordpress.com\/2014\/04\/07\/foto-des-monats-marz-sven\/\" target=\"_blank\">M\u00e4rz 2014-\u201eFoto des Monats\u201c<\/a>\u00a0ja, mal was \u00fcber eine meiner bevorzugten Fototechniken zu schreiben. Also \u00fcber Gegenlichtfotografie. <\/p>\n\n\n\n<p>Weniger wie\u00a0<em>man\u00a0<\/em>das macht (als Autodidakt habe ich da n\u00e4mlich keine Ahnung), sondern, wie\u00a0<em>ich\u00a0<\/em>das so mache. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin mit meinen Gegenlichtaufnahmen n\u00e4mlich ganz zufrieden und halte sie f\u00fcr ansehnlich genug, dass ich mir denke, das k\u00f6nnte f\u00fcr die ein oder den anderen ganz interessant sein, mal zu sehen, wie ich sowas mache.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Gegenlicht?<\/h3>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst: was hei\u00dft \u201eGegenlicht\u201c? Ganz einfach: man fotografiert in Richtung einer Lichtquelle. Das muss nicht konkret die Sonne sein, ein heller Himmel, ein Fenster in einem Raum, eine Kerze, eigentlich alles, was Licht in die Linse einstrahlen l\u00e4sst, sogar egal, ob direkt oder als Reflexion.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/14242940\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/14242940.ab777636.1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1583\" width=\"361\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/14242940.ab777636.1024.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/14242940.ab777636.1024-300x200.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/14242940.ab777636.1024-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 361px) 100vw, 361px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Wintersonne<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Schwierig \u2013 und damit erst richtig interessant \u2013 wird so eine Situation dann, wenn neben dieser Lichtquelle noch andere Objekte zu sehen sind bzw. auch zu sehen sein sollen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Problem, das da schnell mal auftaucht ist n\u00e4mlich: diese sind oft deutlich dunkler als die Lichtquelle, weil sie nicht selbst leuchten, weil sie sich r\u00e4umlich zwischen Kamera und Lichtquelle befinden und deshalb der Schatten, den das Objekt wirft, in Richtung Kamera geworfen wird und\/oder weil es neben diesem Objekt auch weitere Bildbereiche gibt, die von der Lichtquelle stark beleuchtet werden und dadurch schlicht extreme Helligkeitsunterschiede abzudecken sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Solche Unterschiede f\u00fchren zu Bildern, in denen entweder der abgeschattete Bereich gut erkennbar ist, aber alles Helle drumherum \u00fcberbelichtet wird bis hin zum gef\u00fcrchteten \u201eAusbluten\u201c, also komplett wei\u00dfen Bereichen, die einen eigentlich mal blauen Himmel verunstalten oder komplett verschwinden lassen. Oder die Umgebung passt, aber das Objekt, das gegen das Licht steht, nur noch als schwarze Silhouette zu sehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Portraits oder nahen Objekten kann man das mit einfachen Reflektoren ausgleichen, also gro\u00dfen reflektierenden Fl\u00e4chen, mit denen man vorhandenes Licht auf den abgeschatteten Bereich umlenkt. Sowas gibts auch superg\u00fcnstig zu kaufen, oft auch praktisch faltbar, so dass mans auch gut mitnehmen kann, da muss man gar nicht gro\u00df rumtricksen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Landschaftsaufnahmen allerdings nutzt mir sowas freilich nichts, da bei solchen ja selten ein deutlich aus dem Hintergrund hervortretendes Motiv im Mittelpunkt steht sondern die Gesamtansicht das Motiv ist. Wenn man dann auch noch eine Prise Drama ins Bild bauen m\u00f6chte und deshalb auch z.B. auf einen sch\u00f6nen Weitwinkel zur\u00fcckgreift braucht man an Beleuchtungshilfen nicht mehr ansatzweise zu denken. <\/p>\n\n\n\n<p>Und es ist ja auch gerade das, was Gegenlicht so faszinierend macht: die Dramatik, die entsteht, wenn man nicht \u201enur\u201c ein dingliches Objekt sondern eben auch das Licht fotografiert. Man kann sagen: <em>Auch gerade das Licht und die Lichtverh\u00e4ltnisse sind da das Motiv<\/em>.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/24945591\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/24945591.439795a1.800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1584\" width=\"332\" height=\"497\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/24945591.439795a1.800.jpg 534w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/24945591.439795a1.800-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 332px) 100vw, 332px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bl\u00fcte<\/em>.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die st\u00e4rkste Lichtquelle bei Landschaftsaufnahmen ist nat\u00fcrlich die Sonne. Das menschliche Auge ist einem Fotosensor weit \u00fcberlegen, es kann von Natur aus sozusagen HDR sehen, so dass man ein gegen die Sonne stehendes Motiv gegen\u00fcber einem hellen Hintergrund oder gar der Sonne selber sehr gut erkennen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Auch ein Objekt, das abgeschattet ist, ist ja im Normalfall noch so hell, dass man nicht nur schwarz sieht, denn es steht ja dennoch in gen\u00fcgend Licht, auch wenn dieses nicht so hell ist wie an anderen Stellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Ein Fotosensor ist da deutlich \u201ed\u00fcmmer\u201c, der l\u00e4sst sich halt nur auf eine Einstellung f\u00fcr alles setzen, und alle Bereiche des Bildes, das andere Lichtverh\u00e4ltnisse aufweist als die, an der man diese Einstellungen ausgerichtet hat, sind nicht mehr ideal eingestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>So behelfen sich viele damit, dass sie sogenannte \u201eHDR\u201c-Aufnahmen machen: das selbe Motiv wird mit verschiedenen Einstellungen, f\u00fcr die hellsten Bereiche, die Mitten und die Schatten, mehrfach abgelichtet, so dass man ein Foto f\u00fcr jeden Teilbereich erh\u00e4lt. Diese verschiedenen Bilder werden dann zu einem zusammengefasst, mit dem Himmel des einen, den Mitten des anderen und dem dunklen Bereich des Bildes, das diesem Bereich angepasst ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ich dazu meist zu faul bin und vor allem auch eher auf Motive sto\u00dfe anstatt sie zu suchen, weil ich meist Bilder auf Wanderungen oder Spazierg\u00e4ngen mache, so dass oft auch gar nicht die M\u00f6glichkeit f\u00fcr gro\u00dfen Aufwand ist, ist, wenn man das nicht wie ich sowieso immer tut, sp\u00e4testens hier die Stunde des RAW-Formats gekommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Eine RAW-Datei umfasst f\u00fcr die allermeisten F\u00e4lle gen\u00fcgend Dynamik, um eine sch\u00f6ne dramatische Gegenlichtaufnahme machen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Stativ rumschleppen, Einstellungen machen, mehrere Fotos, da bedanken sich Wanderbegleitungen schnell, wenn sie dauernd ewig auf mich warten m\u00fcssten. Und dann das ganze zu Hause am Rechner erst nochmal richtig zusammenpfriemeln, das ist mir zu viel Ged\u00f6ns. Erw\u00e4hnte ich, dass ich faul bin?<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Motiv<\/h3>\n\n\n\n<p>Eine sch\u00f6ne Landschaft als Gegenlichtmotiv braucht ein paar Faktoren, speziell, wenn man sie mit einer Weitwinkellinse aufnehmen will:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Einen interessanten Vordergrund und einen interessanten Hintergrund. <\/h4>\n\n\n\n<p>Da sehr helles Licht meist eine recht geschlossene Blende ben\u00f6tigt (ich lasse mal solche M\u00f6glichkeiten wie ND-Verlaufsfilter und \u00e4hnliche Tricks weg) ist der Sch\u00e4rfebereich entsprechend gro\u00df, hei\u00dft, Vordergrund, wenn er nicht nur ein paar Zentimeter von der Kamera weg ist wie bei der Bl\u00fcte da oben, und Hintergrund bleiben mehr oder weniger gleicherma\u00dfen scharf. Bei Landschaften ist das ja sowieso so gewollt, im Normalfall, somit ist das auch kein Problem.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/13998120\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/13998120.5d0fc3a7.1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1585\" width=\"379\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/13998120.5d0fc3a7.1024.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/13998120.5d0fc3a7.1024-300x200.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/13998120.5d0fc3a7.1024-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Winterlandschaft<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Aber eben: es ist deshalb wichtig, da ein bisschen genauer hinzuschauen und auf Dinge zu achten, die man normalerweise ausblendet, wenn man sich eine Landschaft vor Ort als Spazierg\u00e4nger anschaut. Strommasten und -kabel, Schilder, Passanten, M\u00fcll auf dem Boden, unwichtige Bauwerke sollten einen nicht erst beim Betrachten der Fotos am heimischen Rechner \u00fcberraschen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die menschliche Wahrnehmung ist da manchmal ein Arschloch, denn so sch\u00f6n sie einem solche st\u00f6renden Elemente vor Ort ausblendet und sie einem einen himmlischen Ausblick genie\u00dfen l\u00e4sst, so hervorstechend wirken diese Elemente auf einem Foto, speziell, wenn sie dort in prachtvoller Sch\u00e4rfe und damit Deutlichkeit festgehalten wurden. Das sollte man sich vor Ort immer mal ins Ged\u00e4chtnis zur\u00fcckrufen. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung\u2026<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Der Himmel. <\/h4>\n\n\n\n<p>Der ist wichtig. Es ist eigentlich egal, ob der nun strahlend blau ist, oder Wolken aufweist oder gar komplett bew\u00f6lkt ist. Aber er sollte (au\u00dfer er ist eben wolkenlos blau) etwas \u201eStruktur\u201c haben. Es geht im Prinzip alles au\u00dfer dunstigem Einheitswei\u00df oder Grau. <\/p>\n\n\n\n<p>Ideal, nat\u00fcrlich, sind tief fliegende wilde Wolken unter blauem Himmel. Wenn die Sonne sch\u00f6n tief steht (was sie bei Gegenlicht ja meist tut, sonst m\u00fcsste man ja steil in den Himmel fotografieren, um in den Gegenlichtbereich zu kommen) und Wolken von der Seite her anstrahlt, so dass die Wolken au\u00dfen hell, aber nach \u201einnen\u201c hin deutlich dunkel werden, weil das Licht nicht so tief hineinkommt, m\u00fcssen sie nicht einmal besonders dick sein, um sch\u00f6ne Kontraste auszubilden. Aber auch hohe Eiswolken, die lange glei\u00dfende Lichtf\u00e4den ziehen, bringen Tiefe ins Bild.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn genau daf\u00fcr wird ein strukturierter Himmel ben\u00f6tigt: um Perspektive ins Bild zu bekommen. Speziell, wenn die Luft, wie man sichs ja auch w\u00fcnscht, weil dann wenig diffuses Licht st\u00f6rt, klar und trocken ist und deshalb die Entfernung nicht durch zunehmenden Dunst angezeigt wird. <\/p>\n\n\n\n<p>Denn, wie gesagt: das ganze Bild wird (und gerade bei klarer Luft: soll) ja mit durchg\u00e4ngiger Sch\u00e4rfe aufgenommen werden, so dass auch kein \u201eVerschwimmen\u201c des Vorder- oder Hintergrundes hilft, Perspektive zu erzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wolkenloser blauer Himmel bei klarer Luft ist aber auch kein Problem, und hier gibt es einen kleinen Trick, um fehlende Tiefe ins Bild zu bekommen: Eine Vignettierung f\u00fcr einen Dunkel- zu Hellblau-Verlauf von au\u00dfen nach innen \u2013 vgl. weiter unten dazu das Foto von Glastonbury Tor. <\/p>\n\n\n\n<p>Das erzeugt einen Tunneleffekt, da der Himmel zu den Bildr\u00e4ndern hin n\u00e4her erscheint als in der Bildmitte, weil er dort eben dunkler ist. Das menschliche Auge, bzw. die Wahrnehmung, interpretiert solche Helligkeitsunterschiede in Entfernungen um, aus der Seherfahrung \u201ehinten muss ich durch mehr Dunst gucken, deshalb ist es dort kontrast\u00e4rmer\u201c heraus \u2013 ein tiefes Blau wird als kontrastreich angesehen und wegen des Verlaufs hin zu kontrast\u00e4rmerem Blau entsprechend als der Nahbereich interpretiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Objekte. Auch diese erzeugen Perspektive. Zumindest sollten sie das. Ich versuche deshalb, Motive zu finden, in denen Fluchtpunkte erkennbar sind. Also Linien, die \u201enach hinten\u201c verlaufen. Sei es eine Stra\u00dfe, Felsstrukturen, Baumreihen \u2013 egal was, Hauptsache, dem Auge wird etwas geboten, an Hand dessen es ins Bild hineingezogen wird und Ferne und N\u00e4he unterscheiden kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Weitwinkelbereich hilft einem da sehr gut dabei. Eine Brennweite im Weitwinkelbereich vergr\u00f6\u00dfert dabei den Fluchtbereich dramatisch. Ein ganz wichtiger Punkt. Drama ist ja genau, was wir wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das gilt jetzt nat\u00fcrlich nicht nur f\u00fcr Gegenlichtaufnahmen sondern auch ganz allgemein f\u00fcr Landschaften bzw. Weitwinkel- und Panorama\u00e4hnliche Aufnahmen. F\u00fcr eine hochdramatische Gegenlichtaufnahme, wie ich sie hier vorhabe, ist das aber nat\u00fcrlich absolut essentiell.<\/p>\n\n\n\n<p>OK, wir haben ein tolles Motiv gefunden. Jetzt kommen wir zum eigentlichen: dem <\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Licht. <\/h4>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfe Gefahr bei Gegenlichtaufnahmen ist, dass es im hellen Bereich zu Ausblutungen kommt. <\/p>\n\n\n\n<p>Kennen sicher alle, die digital fotografieren, ob mit Handy oder Spiegelreflex: ein wei\u00dfer Bereich im Bild, der sich bei der Nachbearbeitung als fetter wei\u00dfer Fleck herausstellt, an dessen Randbereich, wenn man versucht, die hellen Bereiche ein wenig runter zu drehen, h\u00e4ssliche scharfe R\u00e4nder entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle ist die Aufnahme \u201ekaputt\u201c, da l\u00e4sst sich im Nachhinein nichts mehr aus den Aufnahmedaten heraus reparieren. Der Sensor hat es an dieser Stelle nicht geschafft, den \u00dcbergang zwischen \u201ees blendet mich grellwei\u00df\u201c und \u201eab hier sehe ich wieder was\u201c weich hinzubekommen, weil die Helligkeit des grellen Bereiches zu viele Pixel neben denen, die \u201ewei\u00df\u201c sahen, mit \u00fcberladen hat und damit auch diese noch wei\u00df aufgenommen haben, obwohl sie, w\u00e4ren sie <em>nicht <\/em>vom Nachbarsensorpixel mit geladen worden, schon l\u00e4ngst eine kleine Abstufung gemessen h\u00e4tten. <\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann h\u00f6rt das \u00dcberladen durch den Nachbarpixel schlagartig auf und der erste Pixelsensor bekommt nur noch die Ladung aus der Linse und nicht noch welche vom Nachbarsensor. An dieser Stelle entsteht dann diese h\u00e4ssliche Kante, da eigentlich schon einige Pixel daneben auch schon nicht mehr nur wei\u00df durch die Linse gezeigt bekommen h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diesen Effekt m\u00f6glichst zu vermeiden, richte ich die Belichtungsmessung meines Bildes m\u00f6glichst nach dem hellsten Bereich des Bildes aus. <\/p>\n\n\n\n<p>Damit jetzt nicht wirklich alles andere schwarz wird, nutze ich f\u00fcr den Rest meist die Matrixmessung, lasse also f\u00fcr die Berechnung des Belichtungsmessers das gesamte Bild ber\u00fccksichtigen. Die modernen Sensoren sind n\u00e4mlich zwar d\u00fcmmer als das menschliche Auge, aber schon lange nicht mehr so dumm, dass sie da nun gar nichts k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich die Sonne im Bild habe ist die Wahl des hellsten Bereiches relativ einfach, eben nahe der Sonne. Nicht direkt, nat\u00fcrlich, sondern in ihrer N\u00e4he. Bei diffusem Gegenlicht, das durch z.B. hohe Eisschleier am Himmel oder auch Dunst tiefer verursacht wird, muss man dagegen schon manchmal etwas genauer hinschauen \u2013 ein Blick auf die Belichtungsmessung bzw. die vorgeschlagene Belichtungszeit ist da hilfreich.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Kameras erm\u00f6glichen es, die Belichtungsmessung mit einem einfachen Knopf und Drehen am Einstellrad zu manipulieren, so dass man der Kamera sagen kann, dass sie ihre Einstellungsvorschl\u00e4ge (vor allem auch auch die automatischen Einstellungen, wenn man mit im P, A oder S-Modus fotografiert) auf einen dunkleren Zielwert hin kalibriert. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Nikon ist das ein +\/-, den man dr\u00fcckt und je nachdem die Belichtungsmessung um den Faktor -0,5, -0,7 oder sogar -1 unterbelichten l\u00e4sst. Extremes Licht bekommt man so etwas besser in den Griff, gerade bei Weitwinkelaufnahmen mit viel hellem Himmel ist das etwas, das ich sehr oft nutze.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit ist, den &#8222;AE-Lock&#8220; zu nutzen, wenn vorhanden, also die Kamera auf den hellen Bereich zu richten, mit dem entsprechenden Knopf diese Belichtungseinstellung zu fixieren und dann erst so aufs Motiv zu schwenken, dass der gew\u00fcnschte Ausschnitt im Sucher zu sehen ist und das Bild somit mit den vorher fixierten Belichtungseinstellungen aufzunehmen. Viele Kameras haben sowas, es lohnt sich, mal danach in den Bedienungsanleitungen zu suchen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Licht als Motiv<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich habe also jetzt ein Motiv gefunden und stelle fest, dass es im Gegenlicht steht, weil z.B. eine tiefstehende Sonne oder eine andere helle Lichtquelle entweder direkt im Bild ist oder an dessen Rand, oder etwas eine solche Lichtquelle reflektiert (besagte Eiswolken, z.B.). Dieses Licht kann man oft nutzen, indem man es zum (tragenden) Teil des Motivs erkl\u00e4rt. Dabei kommt es jetzt ein wenig darauf an, in welchem Winkel diese Lichtquelle ins Objektiv f\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/12484663\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Glastonbury-Tor-120326_1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1587\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Glastonbury-Tor-120326_1024.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Glastonbury-Tor-120326_1024-300x200.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Glastonbury-Tor-120326_1024-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Glastonbury Tor<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wenn die Lichtquelle direkt vor mir steht, also \u201egeradaus\u201c direkt auf den Sensor f\u00e4llt, haben wir bei der Sonne ein Problem: das ist im Normalfall (wenns nicht Sonnenuntergang ist, der das Licht der Sonne schon deutlich runterdimmt, weil ihr Licht viel mehr Atmosph\u00e4re durchdringen muss, als wenn sie noch etwas weiter \u00fcber dem Horizint steht bzw. der Planet schon einen Teil des Lichtes abschattet) schlicht zu hell, um noch irgendetwas drumherum vern\u00fcnftig zu belichten. <\/p>\n\n\n\n<p>Zumal das auch nicht wirklich gesund f\u00fcr den Sensor der Kamera ist, wenn Sonnenlicht wie durch ein Brennglas durch die Linse auf einen kleinen Bereich des Sensors geb\u00fcndelt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Also: <em>niemals direkt in eine grelle Sonne gucken<\/em>. Faustregel: was ich nicht mit den Augen hinbekomme ohne sie durch Zukneifen oder einen Filter zu sch\u00fctzen sollte man auch nicht einer Kamera zumuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe da jetzt dennoch verschiedene M\u00f6glichkeiten. Ich kann so eine direkte Lichtquelle mit einem Objekt im Vordergrund abdecken. Das ergibt bei sehr hellem Licht einen Silhouetten-Effekt, der sehr dramatisch wirken kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn ich jetzt die Lichtquelle noch ein kleines bisschen hervorspitzen lasse, dann bekomme ich den Effekt wie bei dem Bild vom Glastonbury Tor: es \u00fcberblendet etwas die Kante und durch die Linsenbrechung entsteht ein Stern aus Lichtstrahlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/11970475\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"532\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Sonne-111228_800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1588\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Sonne-111228_800.jpg 800w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Sonne-111228_800-300x200.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Sonne-111228_800-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Schwarzwald<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Objekt im Vordergrund muss die Lichtquelle aber nicht unbedingt komplett verdecken. Es kann auch reizvoll sein, wenn die Lichtquelle zum Beispiel von einen Baumstamm, von Zweigen oder auch nur einem Bl\u00fctenst\u00e4ngel nur teilweise verdeckt wird. Je nach Helligkeit umstrahlt das Licht diesen Vordergrund und l\u00f6st ihn sogar teilweise auf, wie das beim Foto \u201eSchwarzwald\u201c passiert. <\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Foto ist absolut nicht ideal belichtet, ich w\u00fcrde heute noch etwas besser darauf achten, das leider sehr starke Ausbluten zu verhindern, aber trotzdem verfehlt es seine Wirkung nicht, weil das Licht und die Schatten, die es wirft, ein dominanter Teil des Bildes ist, der durch seine zentriert auf einen Punkt hinlaufenden Linien die vertikalen Linien der B\u00e4ume kontrastiert \u2013 die Lichtstrahlen sind also nicht weniger Motivbestandteil wie die festen Objekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder man bekommt einen \u201eHalo\u201c-Effekt um die Objekte im Vordergrund, wie bei der Bl\u00fcte weiter oben, die die Abendsonne halb abdeckt. Hier sieht man auch sch\u00f6n, was ich oben \u00fcber den Sonnenuntergang schrieb: die Leuchtkraft der Sonne ist abends so weit herunter gedimmt, dass sie nicht mehr alles mit grellem Licht totschl\u00e4gt, so dass es m\u00f6glich ist, sie recht direkt anzuvisieren, ohne an dieser Stelle reines Wei\u00df zu erhalten wie auf den Bildern, auf der sie noch h\u00f6her steht und mit voller Intensit\u00e4t leuchtet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/22692663\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Fly-20130523_800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1589\" width=\"326\" height=\"489\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Fly-20130523_800.jpg 534w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/Fly-20130523_800-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 326px) 100vw, 326px\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, Licht in ein Bild einzubauen, ist es, den Umstand zu nutzen, wie Objektive aufgebaut sind. Licht, das schr\u00e4g in die Linse einf\u00e4llt, wird in den inneren Linsen gespiegelt, so dass es Lichtstreifen oder Punkte, Flares, an Stellen erzeugt, an denen eigentlich gar kein Licht in einem Motiv auftaucht. <\/p>\n\n\n\n<p>Das kann oft st\u00f6ren, weshalb es ja die Aufs\u00e4tze f\u00fcr Objektive gibt, die das bis zu einem gewissen Grad verhindern sollen. Manchmal kann man sich das aber auch zu Nutze machen, indem man das Objektiv soweit zur Lichtquelle hindreht, bis sie nicht mehr vollst\u00e4ndig von der Gegenlichtblende abgeschattet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Oder man nimmt die Lichtquelle gleich ins Bild hinein. Wenn man die Sonne am Bildrand positioniert und sie so ihr Licht nicht mehr direkt geradeaus sondern in einem Winkel ins Objektiv wirft, verliert sie genug Energie, um sie auf diese Weise tats\u00e4chlich ins Bild aufnehmen zu k\u00f6nnen. Gewollte Linseneffekte inklusive.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Beispiel<\/h3>\n\n\n\n<p>Ich habe hier jetzt zum Ende noch ein Beispiel \u2013 klick aufs Bild \u00f6ffnet ein gr\u00f6\u00dferes Bild in einem neuen Tab \u2013 in dem ich einige der oben genannten \u00dcberlegungen umgesetzt habe. Es ist fast direkt in die Sonne fotografiert, mit einem Motiv, das die Sonne verdeckt. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie man sieht, ist die Sonne dennoch grell genug, dass sie, obwohl sie komplett verdeckt wird, noch so grell ist, dass sie in ihrem Bildbereich eine deutliche \u00dcberbelichtung verursacht. Lightroom zeigt den Bereich, der Bildinformationen enth\u00e4lt, die au\u00dferhalb des angezeigten Dynamikbereiches liegen, rot an, so dass ich wei\u00df, wie ich die Lichtbereiche des Histogrammes verschieben muss, damit ich diese Bildinformationen in den sichtbaren Bereich zur\u00fcckdrehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutlich auch zu erkennen: der abgeschattete Bereich ist sehr dunkel im Vergleich zu Himmel und den Bereichen der Umgebung, auf die Licht f\u00e4llt. <\/p>\n\n\n\n<p>Man kennt das nat\u00fcrlich von Fotos so, aber wer einmal bewusst in einer solchen Situation darauf achtet, was und wie sie\/er mit eigenen Augen eine solche Situation wahrnimmt, wei\u00df, dass man dort sehr wohl Strukturen, Farben und Helligkeitsunterschiede sehen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie gesagt: nur, weil dort Schatten ist, ist es dort ja nicht wirklich dunkel, es ist ja immerhin heller Tag. W\u00e4re der Himmel komplett bew\u00f6lkt, also dieser Schatten \u00fcberall, w\u00e4re es ja auch nicht stockfinster. <\/p>\n\n\n\n<p>Logisch, eigentlich also, dass ich diesen Bereich wieder aus dem Schatten herausholen will. Ich will ja auf dem Bild zeigen, was ich sah. Und nicht, wie ein Foto es nicht schafft, dies darzustellen\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"555\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot1-1024x555.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1580\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot1-1024x555.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot1-300x163.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot1-768x416.jpg 768w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot1-1536x832.jpg 1536w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot1.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bearbeitung in Lightroom: Das Bild, wie es aus der Kamera kam<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ansonsten habe ich in dem Bild auf verschiedene Symmetrien und Verh\u00e4ltnisse geachtet, die es erlauben, Entfernungsunterschiede einzusch\u00e4tzen. Und die freilich auch den Bildaufbau bestimmen, indem eben die vertikale mittige Symmetrie in Wahrheit durch Diagonale aufgebaut wird, w\u00e4hrend in der Horizontalen dem Auge durch eine F\u00fcnfer-Aufteilung von Bereichen (breit, schmaler, sehr schmal, schmaler, breit) verschiedene Entfernungsebenen zur Orientierung angeboten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe als erstes dann die Belichtung justiert. Ich war recht erfreut, dass ich vor Ort offenbar \u201erichtig\u201c belichtet hatte, denn ich konnte die Schattenbereiche aufhellen, ohne am Belichtungsregler etwas \u00e4ndern zu m\u00fcssen. Wenn die dunklen Bildbereiche eines solchen Bildes zu dunkel sind muss ich manchmal die Belichtung etwas h\u00f6her setzen, was es schwieriger macht, die hellen Lichtbereiche im Griff zu behalten. Das geht dann meist auf Kosten des m\u00f6glichen Kontrastes.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot2.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"555\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot2-1024x555.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1581\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot2-1024x555.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot2-300x163.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot2-768x416.jpg 768w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot2-1536x832.jpg 1536w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot2.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bearbeitung in Lightroom: Justierung der Belichtung<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Wie man sieht: ich habe die Lichter komplett runter gedreht und auch die hellen Mitten etwas zur\u00fcck \u2013 keine roten Stellen mehr. Im dunklen Bereich dagegen reichte es, deutlich Schatten herauszunehmen. Farbkontrast habe ich \u00fcber Dynamik und etwas S\u00e4ttigung, die durch etwas Kontrast verst\u00e4rkt wurden, eingebracht. Mittels Pr\u00e4senz arbeite ich die Konturen und Strukturen heraus. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den endg\u00fcltigen Kontrast habe ich dann noch etwas die Gradationskurve bearbeitet. Dabei rutschen im Schattenbereich ein paar kleine Stellen aus dem sichtbaren Bereich (die blaue Markierung), aber ich bin ja noch nicht fertig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot3.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"555\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot3-1024x555.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1582\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot3-1024x555.jpg 1024w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot3-300x163.jpg 300w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot3-768x416.jpg 768w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot3-1536x832.jpg 1536w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/sshot3.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Bearbeitung in Lightroom: Feinjustierung und Finishing<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Belichtung stimmt jetzt, aber durch die starken S\u00e4ttigungs- und Kontrasteinstellungen habe ich jetzt noch recht unnat\u00fcrliche Bonbonfarben. Dazu kommt, dass ich keinen Polfilter benutzt habe. <\/p>\n\n\n\n<p>Um also das Bild jetzt noch etwas dem anzupassen, was ich vor Ort wirklich gesehen habe, justiere ich die einzelnen Farbbereiche nach. <\/p>\n\n\n\n<p>Speziell \u2013 wie gesagt: kein Polfilter \u2013 der Blau- und Cyanbereich ben\u00f6tigt ein paar Korrekturen. Dadurch, dass ich Aquamarin komplett ents\u00e4ttige und die Blaut\u00f6ne etwas abdunkle und ebenfalls etwas ents\u00e4ttige, bekomme ich ein nat\u00fcrlicheres Blau bzw. auch die nat\u00fcrliche Farbe der Felsen zur\u00fcck. <\/p>\n\n\n\n<p>Dass diese dadurch wieder deutlich dunkler geworden sind, gleiche ich durch Aufhellung des Aquamarinbereiches aus. Den Strand drehe ich \u00fcber Orange auch wieder ein wenig in den Schatten zur\u00fcck, ohne andere Bildteile damit zu ver\u00e4ndern. Und das durch die Abdunklung der Blaut\u00f6ne mit betroffene im Schatten liegende Gr\u00fcn drehe ich wieder etwas heller.<\/p>\n\n\n\n<p>Achja, und f\u00fcr die Dramatik noch eine leichte Vignettierung, die dem Bild die letzte fehlende W\u00fcrze verpasst. <\/p>\n\n\n\n<p>Et voil\u00e1\u2026<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/www.ipernity.com\/doc\/sven\/31820673\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"684\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/31820673.f352b143.1600-684x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1579\" srcset=\"https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/31820673.f352b143.1600-684x1024.jpg 684w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/31820673.f352b143.1600-200x300.jpg 200w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/31820673.f352b143.1600-768x1151.jpg 768w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/31820673.f352b143.1600-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/svenscholz.de\/wp-content\/31820673.f352b143.1600.jpg 1068w\" sizes=\"auto, (max-width: 684px) 100vw, 684px\" \/><\/a><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Dieses Posting erschien zuerst im \u201eFotoschraubr\u201c-Blog, das leider nicht mehr existiert, weshalb ich es aus der wayback-machine rauskopiert habe.] Ich versprach bei meinem\u00a0M\u00e4rz 2014-\u201eFoto des Monats\u201c\u00a0ja, mal was \u00fcber eine meiner bevorzugten Fototechniken zu schreiben. 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