{"id":814,"date":"2014-03-12T13:29:41","date_gmt":"2014-03-12T12:29:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.svenscholz.de\/?p=814"},"modified":"2015-01-09T22:00:41","modified_gmt":"2015-01-09T21:00:41","slug":"das-internet-rettet-die-welt-verdummt-alle-nicht-doch-nein-doch-ach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svenscholz.de\/index.php\/das-internet-rettet-die-welt-verdummt-alle-nicht-doch-nein-doch-ach\/","title":{"rendered":"Das Internet rettet die Welt. Verdummt alle. Nicht. Doch. Nein. Doch. Ach."},"content":{"rendered":"<p>Ich bin ja inzwischen doch schon ein bisschen \u00e4lter und stie\u00df deshalb bereits in der ersten H\u00e4lfte der Neunziger Jahre auf dieses &#8222;Internet&#8220;. Gegen\u00fcber damaligen &#8222;early adoptern&#8220; relativ sp\u00e4t, ich bin zwar jemand, der irgendwie jeden Schei\u00df mitmachen muss, aber meist bekomme ich den Schei\u00df erst mit, wenn die, die jeden Schei\u00df mitmachen m\u00fcssen, ihn schon eine gute Weile mitmachen. So auch beim Internet. Nat\u00fcrlich, als &#8222;Computerfreak&#8220; seit den Achtigern und schon immer technikinteressierter Mensch seit fr\u00fchester Kindheit, habe ich lange Zeit vor meinem eigenen Einstieg ins Internet schon von &#8222;Datenfern\u00fcbertragung&#8220; gelesen, von Akustikkopplern und von vernetzten Computern, Hacker waren schon in den fr\u00fchen Achtzigern Themen meiner Lieblingsfilme und -b\u00fccher. Und ich hatte Freunde, die nerdig genug waren, da schon weit fr\u00fcher als ich aktiv mitzumischen. <\/p>\n<p>Vom Zuschauer zum Akteur aber wurde ich erst Anfang\/Mitte der Neunziger. Als das &#8222;WWW&#8220; bedienungsfreundlich genug geworden war, so dass auch ich einen Zugang in diese Welt finden konnte. Diese Dings-Boxen, die \u00fcber irgendwelche lokalen Einwahlknoten erreichbar waren, die man aber irgendwie abonnieren musste, abholen, hinschicken, mit Terminal-Eingabezeilen und all sowas &#8211; da konnte ich nichts mit anfangen. <a href=\"http:\/\/jensscholz.com\/index.php\/2014\/02\/22\/oppas-erzaehlen-vom-krieg\" target=\"_blank\">Jens hat sich da letztens ja mit Oliver dr\u00fcber unterhalten<\/a>, das empfand ich als unendlich kompliziert. Ich habs ja schon mal gesagt: ein klassischer &#8222;Nerd&#8220; bin ich nie gewesen.<\/p>\n<p>An der Technik, wie ich sie da kennenlernte, hat sich bis heute nicht viel ge\u00e4ndert. Die gewachsene Bandbreite, der billige Speicher und die leistungsf\u00e4higen Ger\u00e4te erm\u00f6glichen mehr Geschwindigkeit f\u00fcr aufw\u00e4ndigeren Inhalt, aber wenn mans rein funktional betrachtet gibt es da viel weniger Unterschiede als man vielleicht denkt: ich habe Mitte der Neunziger auf der Babylon5-Seite die Trailer und Reviews zu den aktuellen Folgen angesehen, als im deutschen TV noch mit einem Jahr Verz\u00f6gerung die Folgen der vorangegangenen Staffel ausgestrahlt wurden, wie ich heute in Dr. Who oder andere Serien reinschaue, bevor sie \u00fcberhaupt auf einem heimischen Sender zu sehen sind, wenn sie es da denn \u00fcberhaupt sind. Der Unterschied, Bandbreite und Datenmenge, erm\u00f6glicht das als Stream in hoher Aufl\u00f6sung und komplette Filme anstatt in kurzen Videos von einer Minute in 360 Pixeln breit, f\u00fcr die man dennoch eine halbe Stunde brauchte, sie runter zu laden. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr fast jede &#8222;Netztechnik&#8220; &#8211; erinnert sich noch wer an &#8222;<a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/QuickTime_VR\" target=\"_blank\">Quicktime VR<\/a>&#8222;? Die Technik ist jetzt ziemlich genau 20 Jahre alt. <a href=\"http:\/\/fotoschraubr.wordpress.com\/2014\/03\/05\/mobile-fotografie-photosphere\/\" target=\"_blank\">Androids &#8222;Photo Sphere&#8220; ist nichts anderes<\/a>. Ge\u00e4ndert haben sich Bandbreite, Speicher und Rechenpower. Aber nicht die grunds\u00e4tzliche technische Funktionalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wenn Feuilletonisten, Marktschreier, Politiker, Aktivisten, Maschinenst\u00fcrmer und was wei\u00df ich noch alles heute \u00fcber &#8222;das Internet&#8220; schreiben, reden oder reflektieren wundere ich mich deshalb oft sehr. Immer wieder geht es um ein &#8222;neues Medium&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.svenscholz.de\/index.php\/merkel-entdeckt-neuland\/\">Merkels &#8222;Neuland&#8220;-Zitat<\/a> letztes Jahr war da ein H\u00f6hepunkt einer langen Liste) und dessen wahlweise &#8222;Potentiale&#8220; oder &#8222;Gefahren&#8220;, alles so neu und deshalb unabsehbar wie dennoch mit der Sicherheit des Unfehlbaren entweder in den totalen Untergang oder in das Paradies f\u00fchrend.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nWor\u00fcber reden diese Leute? \u00dcber eine Technik, die es seit \u00fcber 30 Jahren f\u00fcr theoretisch alle verf\u00fcgbar und seit mindestens 20 Jahren als bezahlbare Mainstream-Technik gibt. 30 Jahre. In etwa so einer Zeitspanne hat man die Neueinf\u00fchrung wie auch die Abschaffung der analogen Videotechnik f\u00fcr den Massenmarkt gesehen. Vom Kauf-Video bis zur Videokamera. Vor 10 Jahren, als VHS-Ger\u00e4te, von Player \u00fcber Recorder, Kameras, Schnitt- und sonstigem Zubeh\u00f6r und nat\u00fcrlich auch einfach nur die Kaufvideos endg\u00fcltig aus den Gesch\u00e4ften verschwanden und ihren l\u00e4ngst eingef\u00fchrten digitalen Nachfolgern Platz machen mussten, war das mit 30 Jahren auf dem Buckel schlicht veraltete Technik, bei der niemand auf die Idee gekommen w\u00e4re, das hochkomplexes &#8222;Neuland&#8220; zu nennen. Aber das Internet ist was v\u00f6llig &#8222;Neues&#8220;, mit dem man &#8222;jetzt&#8220; erst einmal umgehen lernen m\u00fcsse? Menschen, die nicht viel \u00e4lter sind als ich, haben regelrechte Panik vor dieser &#8222;neuen&#8220; Technik? Menschen, die hoch gebildet sind, intellektuell \u00fcber dem Durchschnitt liegen, es seit Jahrzehnten gewohnt sind, mit Informationen zu arbeiten, sind \u00fcberrascht von einer mindestens 30 Jahre alten Technik, begreifen sie nicht und lehnen sie deshalb kategorisch ab oder sehen nur Gefahr, Gefahr und wieder Gefahr? Was ist da los?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist das Mainstream-Internet f\u00fcr die meisten Menschen ein Konsum-Medium. Das war Video auch, die Hauptnutzung war, mal eine TV-Sendung aufzunehmen und zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt anzuschauen, und viele fluchten dar\u00fcber, dass sie auch nach 15 Jahren noch nicht geschnallt hatten, wie man eine Aufnahme so programmiert, dass der Recorder auch tats\u00e4chlich zum richtigen Zeitpunkt die richtige Sendung aufnahm. So wie viele heute fluchen, weil ihnen die Einrichtung eines Mailaccounts im Mailprogramm schwer verst\u00e4ndlich ist. Oder ich, wenn ich einen solchen mit einer Usability-Katastrophe verschl\u00fcsseln will. <\/p>\n<p>Aber schon in den fr\u00fchen Achtzigern wurden dennoch von ganz normalen Leuten auch Familienvideos gedreht, von der Hochzeit \u00fcber die Urlaubsreise, und manche Enthusiasten, die die Technik noch etwas besser checkten und vielleicht auch etwas mehr Kohle ausgeben konnten f\u00fcr die entsprechenden Ger\u00e4tschaften, machten &#8222;richtige&#8220; Filme, von Fiction bis Reportage, mit aufw\u00e4ndiger Nachvertonung und Tricks und allem drum und dran. Es gab in den Achtzigern so gut wie keine Schule ohne &#8222;Video-AG&#8220;, sobald diese Technik f\u00fcr den Massemarkt erreichbar war. Genauso ist das heute auch mit diesem &#8222;Internet&#8220;: die meisten &#8222;konsumieren&#8220;, und einige nutzen sie f\u00fcr mehr. Und ich w\u00fcrde mal behaupten: letzteres deutlich mehr als zu Video-Zeiten. Mit deutlich mehr Reichweite und deutlich mehr M\u00f6glichkeiten, weil diese Technik inzwischen niederschwelliger geworden ist als es die Videotechnik je war, k\u00f6nnen auch deutlich mehr Menschen \u00fcber den reinen Konsum hinaus gehen. Dennoch ist das Internet eine &#8222;neue, ungewohnte&#8220; Technik?<\/p>\n<p>Hei\u00dft das jetzt, dass die, die &#8222;das Internet&#8220; nicht begreifen, einfach doof sind?<\/p>\n<p>Nein, denn bei diesen \u00c4ngsten und Unsicherheiten geht es nicht prim\u00e4r um die Technik. Denn die, das kann man ja mit etwas Distanz problemlos erkennen, ist ja wie gesagt grunds\u00e4tzlich erst einmal nicht neu. Selbst die modernen Smartphones sind nichts weiter als eine technische Weiterentwicklung, eine Zusammenfassung verschiedenster Ger\u00e4te und Medien-Techniken, die es zum Teil schon sehr lange Zeit gibt: Telefon, Photo, Film, Recorder, Brief, Telegramm, Fernsehen, Radio, Funk, Zeitung, Buch, usw. usf.. <\/p>\n<p>Relativ &#8222;neu&#8220; dabei ist aber, dass das alles in einem &#8211; mit dem Smartphone \u00fcberdies handlichen &#8211; Ger\u00e4t steckt, das man immer dabei haben kann. Und neu ist, wie diese ganzen verschiedenen Ger\u00e4te und Techniken ineinander verschr\u00e4nkt sind und sich miteinander verbinden lassen. Eine Hochzeit kann ich damit filmen und w\u00e4hrend ich das tue schon per Stream irgendwohin hochladen, von wo es automatisch an Interessierte verteilt werden kann oder wo sie sogar live &#8222;dabei&#8220; sein k\u00f6nnen. Also nicht mehr erst Filmen, dann zuhause auf andere Kassetten \u00fcberspielen, jede einzelne verpacken und per Post zu Freunden und Verwandten schicken, so dass sie das zwei Wochen sp\u00e4ter in ihren Player einlegen und angucken k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das also ist der eine Faktor, der tats\u00e4chlich anders ist als noch vor 10 oder gar 20 Jahren, auf der technischen Seite: eine relative Unabh\u00e4ngigkeit vom Faktor Zeit und Raum, die tats\u00e4chlich noch nicht sehr lange f\u00fcr im Prinzip jeden Menschen &#8222;verf\u00fcgbar&#8220; geworden ist. Hier hat &#8222;das Internet&#8220; mit dem Ausbau der Bandbreiten, Leistungen und Speicherkapazit\u00e4ten den &#8222;klassischen Medien&#8220; Privilegien genommen. Das Privileg n\u00e4mlich, Raum und Zeit zu verkleinern. Ich schaue ja regelm\u00e4\u00dfig die &#8222;tagesschau vor 20 Jahren&#8220; wie auch die &#8222;vor 25 Jahren&#8220;. Das erdet. Nur hochmoderne Massenmedien hatten die technische M\u00f6glichkeit, Geschehnisse vom anderen Ende dieses Planeten live in unser Wohnzimmer zu \u00fcbertragen. Hatten absoluten Informationsvorsprung durch ihre Ticker, Reporter vor Ort und \u00fcberhaupt: Ressourcen, die sich kein Privatmensch auch nur ansatzweise h\u00e4tte leisten k\u00f6nnen. Die M\u00f6glichkeit, Dinge ad hoc zu verifizieren oder gar zu korrigieren fehlte \u00fcberdies komplett.<\/p>\n<p>Mit Email, Newsgroups, Foren und Blogs br\u00f6ckelte dieses Privileg schon sehr fr\u00fch langsam ab. Das erste Mal f\u00fcr theoretisch jeden nicht mehr zu \u00fcbersehen w\u00e4hrend des Irakkrieges 2003. Als ich \u00fcber <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salam_Pax\" target=\"_blank\">&#8222;Salam Pax&#8220; Blog &#8222;Where is Raed?&#8220;<\/a> mehr \u00fcber den Irak-Krieg mitbekam als \u00fcber jedes Massenmedium sa\u00df ich manchmal tats\u00e4chlich heulend vor dem Bildschirm, wenn ich sein Blog las. Oder entsprechende andere Blogs von meist bis dahin reinen &#8222;Privatleuten&#8220;, die sich pl\u00f6tzlich inmitten eines Weltgeschehens wiederfanden und nicht mehr \u00fcber ihr Mittagesssen bloggen konnten sondern \u00fcber das berichteten, was da direkt vor ihrer Haust\u00fcr abging. Und mich als Leser viel direkter &#8211; und durch die pers\u00f6nliche Perspektive auch deutlich differenzierter als jede massenmediale Vereinfachung es schaffen konnte &#8211; erreichte. Mittendrin. Mit Gef\u00fchlen, Verwirrung, Angst und Freude. Bei einem &#8222;echten&#8220; Menschen, der echte Gef\u00fchle und Emotionen ausdr\u00fcckte und entsprechend auch hervor rief. Mit dem man sogar &#8222;reden&#8220; konnte, \u00fcber die Kommentare. Nachfragen, wenn man was nicht verstand oder Dinge sich widersprachen. Und der meist sogar antwortete. An allen etablierten und bis dahin mit durch nur ihnen zug\u00e4ngliche Ressourcen erm\u00f6glichten privilegierten Informationsmonopolen vorbei.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens dann seit den Livetickern und sogar Live-Videostreams von den Protesten in Tunesien, \u00c4gypten und Syrien, die irgendwelche Menschen per Handy ins Internet pusteten, sind die letzten technischen Ressourcenvorspr\u00fcnge gefallen. W\u00e4hrend ich w\u00e4hrend des Irakkrieges noch parallel zu den Mainstreammedien Alternativen las, war f\u00fcr mich Tunesien der n\u00e4chste gro\u00dfe Augen\u00f6ffner: ich verfolgte die Geschehnisse in Tunesien schon drei Monate lang, als die Sache das erste mal in der Tagesschau auftauchte. Grade mal zwei oder drei Tage(!), bevor dort alles vorbei war. Entsprechend entt\u00e4uschend empfand ich die &#8222;offizielle&#8220; mediale Erarbeitung des Themas: oberfl\u00e4chlich, teilweise schlicht falsch, aus Unwissenheit und weil niemand dort die Entwicklung dieser ganzen Sache wirklich verfolgt hatte. <\/p>\n<p>Nicht, weil es &#8222;die b\u00f6sen, gesteuerten Systemmedien&#8220; sind, die &#8222;nur berichten, was irgendwelche Eliten ihnen vorgeben&#8220;. Nein, weil fast die komplette &#8222;professionelle&#8220; Journalistenschaft das, was da unten abging, schlicht falsch eingesch\u00e4tzt hatte und hinterher vor der unm\u00f6glichen Aufgabe stand, eine drei Monate und l\u00e4nger dauernde Entwicklung mit vielen Wendungen, Protagonisten und verschiedensten Motivationen r\u00fcckwirkend zu begreifen. Und teilweise auch die Notwendigkeit nicht auf dem Schirm hatten, es \u00fcberhaupt zu versuchen. Weil sie ja alle &#8222;ihre Quellen&#8220; haben, ihre &#8222;Profis&#8220; vor Ort, ihre eigene Filterbubble &#8211; der sie auch noch vertrauten, nachdem ebendiese sie schon komplett blind f\u00fcr die vergangenen drei Monate gemacht hatte. Die aber selbst wiederum so in ihrem eigenen kleinen Umfeld vom Rest des Geschehens abgeschirmt sind, dass auch ihnen ihre Filterbubble im Weg stand. Ein blinder Hund f\u00fcr einen Blinden, da kann nichts bei rauskommen. Dazu dann der Drang, das Geschehen wieder in das eigene Weltbild einzupassen. Und schon rutscht man in gewohnte Stereotypen. Je weniger reale Substanz, desto stereotyper.<\/p>\n<p>Ich kann mich gut an manche \u00c4u\u00dferung von Tagesschau-Leuten erinnern: Man habe ja Kontakte in Tunesien gehabt, aber die h\u00e4tten das halt auch falsch eingesch\u00e4tzt, ein paar Unruhen, keine F\u00fchrer, die die Massen irgendwohin bewegen k\u00f6nnten, deshalb werde das einfach wieder abebben wie es aufrauschte. Konnte ja &#8222;keiner&#8220; ahnen. Weil eben in der Welt der &#8222;Profis&#8220;, die mit anderen &#8222;Profis&#8220; zu tun haben, mit Politikern, mit &#8222;Pers\u00f6nlichkeiten&#8220;, die &#8222;Einfluss&#8220; haben, nicht einfach so etwas &#8222;aus dem Nichts&#8220; &#8211; ohne entsprechende zentrale Person oder Orgamisation &#8211; passieren kann, das Auswirkung hat. Man konnte diese verzweifelte Suche nach Personen, zentralen Figuren und deren Motive und &#8222;Absichten&#8220; erst zuletzt wieder sehen, bei den Geschehnissen in der Ukraine. <\/p>\n<p>Dass da verschiedenste Leute &#8222;einfach so&#8220; auf die Stra\u00dfe gingen, weil sie die Korruption der Politiker Leid waren &#8211; und zwar aller Politiker, auch der sogenannten &#8222;Opposition&#8220;, ist ihnen nicht erkennbar. So suchen sie Motivationen und Protagonisten in der EU, bei den Russen, bei &#8222;der Opposition&#8220;, \u00fcberall, nach Personen und Absichten. Nur nicht dort, wo sie sie h\u00e4tten finden k\u00f6nnen: den &#8222;normalen Leuten&#8220;. Denn die haben in dieser Welt keine Relevanz. <\/p>\n<p>Das allerdings ist keine exklusive Blindheit bei Journalisten, sondern schlicht &#8222;menschlich&#8220; und ganz normal: von Links wie Rechts, von Oben und Unten gehen die Verschw\u00f6rungstheorien, die Vermutungen und Spekulationen und die Deutungen und Verst\u00e4ndnisfragen nicht \u00fcber die Suche nach &#8222;verantwortlichen&#8220; Parteien, Personen, Hinterm\u00e4nnern oder was auch immer hinaus. Nicht, weil mans so wollte. Sondern weil man f\u00fcr alternative Muster blind ist. Ob mans nun &#8222;Schwarm&#8220; nennt oder &#8222;chaotisch inhomogene Massenstruktur&#8220;: solche Muster sind schwer einzuordnen, vor allem, wenn man dann noch in einem Gut-B\u00f6se-Stereotyp gefangen ist, in das man Dinge einordnen m\u00f6chte, wie man das aus Hollywoodfilmen kennt, aber das mit einer bunten, ambivalenten Welt nicht viel zu tun hat. Man sieht am besten, was man &#8222;kennt&#8220; und gelernt hat, und ist blind f\u00fcr alles, was nicht ins eigene gepr\u00e4gte Wahrnehmungsmuster passt &#8211; je unbewusster desto effektiver.<\/p>\n<p>Aber ich schweife ab. Die Frage, die man dort allenthalben liest, wo zumindest die Erkenntnis, dass solche und \u00e4hnliche Geschehnisse nicht unbedingt auf einen &#8222;Plan&#8220; oder den Impuls einer einflussreichen Einzelperson, Organisation, Partei, Gruppe, whatever (Stichwort: &#8222;relevanter Ursprung&#8220;) zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, ist: &#8222;Hat &#8218;das Internet&#8216; das verursacht?&#8220;. Kurze Antwort: Nein, denn &#8222;das Internet&#8220; ist Absichts- und Motivationslos, so als reine Technik. W\u00e4re das ohne Internet m\u00f6glich gewesen? Wahrscheinlich schon, aber wohl nicht so bequem und nicht in diesem umfassenden Sinn Teilhabe erm\u00f6glichend. Der Aspekt des Internets, der sich zur Nutzung anbot war dessen Bereitstellung von Kommunikationsm\u00f6glichkeiten und Teilhabefunktionalit\u00e4ten. <\/p>\n<p>Diese sind neutral, denn es sind dieselben Funktionalit\u00e4ten, die mir auf Amazon erm\u00f6glichen, Rezensionen zu lesen, zu schreiben, zu kommentieren, zu bewerten und mich von diesen beraten zu lassen oder andere zu beraten, auf facebook meine Timeline mit hirnrissigen Verschw\u00f6rungstheorien zu fluten und mich dann mit Leuten zu streiten, die das hirnrissig finden, oder auf Instagram Fotos meines Mittagessens zu ver\u00f6ffentlichen. Oder viel zu lange Texte in mein Blog zu faseln.<\/p>\n<p>Um die Kurve zu kriegen: Nein, nicht &#8222;das Internet&#8220; macht irgendwas. Menschen machen. Und was sie machen ist abh\u00e4ngig von ihrer Motivation und Intention. Entsprechend ist dann auch das, was dabei rauskommt. Schlau, dumm, informativ, verwirrend, gelogen, berechnend, spontan, geplant, laut, leise, manipulativ, \u00fcberzeugend, whatever. Das Internet ist ein Massen-Kommunikationsmedium geworden. Entsprechend findet man dort &#8222;die Masse&#8220;. Und das sind eben: dumme Leute, schlaue Leute, differenzierte und indifferente, mehr oder weniger gebildete, Arschl\u00f6cher, Nette, Sch\u00fcchterne, Extrovertierte, Selbstdarsteller &#8211; eben alles, was da in der Welt an Menschen zu finden ist und rumrennt. Und die machen halt auch &#8222;im Internet&#8220; das, was sie sonst auch machen: Witzchen, flirten, dummes Zeug sagen, lesen, schreiben, rumlabern, sich irren, recht haben, diskutieren, Leute beleidigen, Leuten helfen, anderen ihre Sachen zeigen (Essen, Katzen, was sie lustig finden, was sie Schei\u00dfe finden, ihre Arbeit, ihre Hobbies, Fotos, Bilder, Musik, Filme, Reiseerlebnisse, Meinungen, whatever), in der selben Bandbreite wie es halt diese Leute auch gibt. &#8222;Fr\u00fcher&#8220; haben sie Leserbriefe geschrieben, heute kommentieren sie irgendwo. Und die Idiotie mancher Kommentare &#8211; und speziell deren Menge &#8211; hat nichts mit dem &#8222;Schutz der Anonymit\u00e4t&#8220; zu tun sondern schlicht mit dem geringeren Aufwand. <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/zeitwort\/18\/-\/id=660694\/did=13051610\/nid=660694\/yiuyzs\/index.html\" target=\"_blank\">Denn die Idioten gabs schon immer<\/a>. Man konnte sie nur nicht so gut sehen bzw. besser ausblenden. Aber weniger oder weniger idiotisch? Unsinn.<\/p>\n<p>Die Leute werden d\u00fcmmer? Sie glauben an Verschw\u00f6rungstheorien, fallen auf Falschmeldungen ein, lassen sich manipulieren? Mehr als &#8222;fr\u00fcher&#8220;TM? Unsinn. <\/p>\n<p>Das Zeug findet sich eben jetzt nur <em>auch<\/em> im Internet und nicht mehr nur im entsprechenden Regal von Buchhandlungen und Bibliotheken. Ich hatte in den Achtzigern einen Bibliotheksausweis der Stadtbibliothek und habe ihn regelm\u00e4\u00dfig genutzt, mir spannende B\u00fccher \u00fcber das Bermudadreieck, UFOs, das Philadelphia-Experiment und was es da alles sonst so an Schinken gab, auszuleihen. Au\u00dfer der 9\/11-Verschw\u00f6rung gibts heute im Netz eigentlich keine krude Strory, die es damals nicht auch schon gab. Mit dem Unterschied, dass man f\u00fcr das dazugeh\u00f6rende Debunking weit umst\u00e4ndlicher recherchieren musste wie heute. Die Stories gab es genauso wie heute, und die Leute, die das, was da in diesen B\u00fcchern stand, unkritisch glaubten, gab es genauso wie heute. Sie kommen einem vielleicht einfach nur mehr vor, was aber nicht daran liegt, dass es mehr w\u00e4ren sondern daran, dass man im Internet schlicht mehr Leuten begegnet. <\/p>\n<p>Kleine Anekdote dazu: Ich fand es damals, erste H\u00e4lfte Neunziger, unheimlich spannend, in Newsgroups zu diskutieren (das war eigentlich nicht viel anders als facebook, nur per Mail) &#8211; ich f\u00fchlte mich relevant, geh\u00f6rt, gesehen &#8211; Leute aus Amerika!!! antworteten mir, und aus Australien!!! Die riesige Welt, bei mir zuhause, und ich sprach mit allen!!! ALLEN!!! &#8211; nunja, irgenwann merkte ich: mit allen 30-40 Leuten, die regelm\u00e4\u00dfig in dieser oder jenen Newsgroup aktiv waren. Und die auch nur, wie ich, vor einem Monitor sa\u00dfen und Dinge posteten, die 40 andere lasen und die ein halbes Jahr sp\u00e4ter vergessen waren, was man daran merkte, dass das in etwa das Intervall war, zu dem sich Themen mit samt der dazugeh\u00f6renden Diskussion und Argumentation wiederholten. So wie alle halbe Jahr die selben Fakemeldungen durch Facebook geistern. Oder lustigen Videos. Oder eben auch &#8222;relevantere&#8220; Diskussionen. Oder so, wie ich in diesem Blog hier irgendwann nicht mehr recht wusste, ob ich jetzt wirklich den Artikel zum Thema \u00dcberwachung schreiben will, oder ob ich einfach den Artikel von vor ein paar Jahren kopiere und nur ein paar Namen von Protagonisten austausche. <\/p>\n<p>Die &#8222;Emp\u00f6rungswellen&#8220;, die derzeit beklagt werden, sehe ich als nichts weiter als Indiz daf\u00fcr, dass einfach viel mehr Menschen inzwischen in diesem &#8222;Internet&#8220; angekommen sind. Und viele davon halt die Einsch\u00e4tzung von Relevanzen noch nicht feinjustiert haben, so wie ich fast die kompletten Neunziger gebraucht habe, das zu tun. Ein ganz normaler Lernprozess, den 99,9% der Leute irgendwann auf die Reihe bekommen werden. Und die, die das schon auf die Reihe bekommen haben, stecken vielleicht grade im Prozess, Geduld zu lernen mit Menschen, die sich halt mit etwas noch nicht so gut &#8222;auskennen&#8220; wie man selbst und sich vielleicht dazu einfach mal an seine eigenen Anf\u00e4nge zu erinnern. Das ist das Problem von nicht mehr bewusstem &#8222;Wissen&#8220;: dass der Computerexperte dem Anf\u00e4nger, der ihm erz\u00e4hlt, dass sein PC nicht funktioniert, was von Grafikkarten und Treibern erz\u00e4hlt. Und vergisst, dass es f\u00fcr einen Anf\u00e4nger unter Umst\u00e4nden schon das Problem gibt, bei heutigen Designger\u00e4ten den Einschaltknopf zu finden. Da gibt es keinen Grund zur Arroganz. Wenn man sich mal kurz hinsetzt und an die eigenen Anf\u00e4nge zur\u00fcckerinnert, egal, um welchen Bereich es geht. Ich merke das z.B. auch gern bei Trommel\/Cajon-Workshops, die ich gebe. Wo ich mir sehr bewusst machen muss, dass es eben nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, zu wissen, wo die Eins ist. Oder \u00fcberhaupt zu wissen, dass es eine gibt.<\/p>\n<p>Ich habe \u00fcber 800 &#8222;friends&#8220; auf dem Gesichtsbuch, dazu Google+, Twitter, diverse special interest-Portale, Mailinglisten etc. pp. &#8211; mit so vielen Menschen stand man fr\u00fcher einfach nicht in mehr oder weniger starkem Dauerkontakt, dazu noch die &#8222;friends of friends&#8220;, usw. &#8211; das Internet ist ein Kommunikationsmedium. Mit bei weitem mehr Leuten als zu Zeiten, in denen man Menschen Aug in Auge treffen musste oder anrufen oder einen Brief schreiben, um sich mit ihnen zu unterhalten. Oder sich in einem Caf\u00e9 oder auf dem Marktplatz treffen, wo dann, vielleicht und zuf\u00e4llig, auch mal ein Bekannter dazu kam. Oder ein Bekannter eines Bekannten, der dann einfach mal mitredete.<\/p>\n<p>Der Punkt ist also: an der absoluten Quantit\u00e4t des Dummfugs in der Welt hat sich nichts ge\u00e4ndert, aber durch die Potenzierung der Gelegenheiten, mit Menschen in Kontakt zu treten &#8211; man ist quasi st\u00e4ndig auf einem belebten Marktplatz, dem Caf\u00e9 und im Wohnzimmer mit seinen Freunden gleichzeitig &#8211; potenzieren sich auch die Gelegenheiten, Dinge zu sehen. Unter anderem auch Schwachsinn. Man wird halt einfach \u00f6fters damit konfrontiert, weil man auf mehr Menschen trifft. Wenn ich ohne Internet &#8222;gleichzeitig&#8220; dauerhaft zu ca. 100 Menschen direkten und indirekten Kontakt haben konnte und 10% Leute dabei waren, mit denen man nichts anfangen konnte, dann war eben immer einer von dieser Sorte dabei. Wenn ich mit dem Netz mit allem Anhang mit 5000 Leuten mehr oder weniger und noch &#8222;gleichzeitiger&#8220; vernetzt bin (z.B. dadurch, dass jemand mir unbekanntes bei einem entfernt Bekannten kommentiert, die z\u00e4hlen ja auch &#8211; oder man klickt gegen besseren Wissens mal in Kommentarbereiche von Newsmedien, wo halt die hundertfache Menge schlauer wie strunzdummer Kommentare steht als fr\u00fcher in den redaktionell gefilterten Leserbriefseiten der Zeitungen) und die Rate derer, bei denen ich mir an den Kopf lange liegt immer noch bei 10% sind das immerhin 500 Leute. Bereinigt um die, die ich auf verschiedenen Plattformen aktiv z.B. per Blocken wieder wegbekomme (das ist gesund f\u00fcr die Psyche, und das hei\u00dft ja nicht, dass ich nicht wei\u00df, dass es sie dennoch gibt) bleibt die Zahl immer noch im dreistelligen Bereich. <\/p>\n<p>Das hei\u00dft: das Internet macht Leute nicht doof oder schlau. Es zeigt mir einfach nur (mehr) Menschen, weil es ein &#8222;Ort&#8220; ist, an dem man (mehr) Menschen &#8222;sehen&#8220; kann. Und so, wie wenn ich in die \u00fcberf\u00fcllte Kneipe gehe und am Nebentisch hohle Stammtischphrasen geklopft werden, so sehe ich solche Leute eben auch im Internet, einfach, weil es sie gibt und schon immer gab. Die Aufgabe, die sich da stellt, Stichwort &#8222;Medienkompetenz&#8220;, ist, das f\u00fcr sich in dem Ma\u00dfe zu filtern, wie man das m\u00f6chte oder braucht. <\/p>\n<p>Und das Bewusstsein, dass dieses Internet grunds\u00e4tzlich schon immer ein \u00f6ffentlicher Raum war und ist und &#8222;Privacy&#8220; nie ein Default-Feature war sondern bei Bedarf immer <a href=\"http:\/\/www.svenscholz.de\/index.php\/shooting-messengers\/\">&#8222;zugeschaltet&#8220;<\/a> werden muss (z.B. mit einer Verschl\u00fcsselung o.\u00e4.), so wie man sich f\u00fcr ein Privatgespr\u00e4ch eben auch in ein Nebenzimmer oder das eigene Wohnzimmer zur\u00fcckzieht. Und sich auch bewusst macht, da dies f\u00fcr s\u00e4mtliche digitalen Kommunikationsm\u00f6glichkeiten gilt, dass viele Kommunikationskan\u00e4le inzwischen digitalisiert worden sind. Bei der falschen Analogie &#8222;Brief-Email&#8220; ist das vielen noch bewusst. Beim Telefon, das ich noch aus analogen Zeiten als privaten Kommunikationskanal &#8222;gelernt&#8220; habe, ist das in Zeiten der Verbreitung von IP-Telefonie und der Digitalisierung von Gespr\u00e4chsdaten, um diese \u00fcber die digitale Netzinfrastruktur schicken zu k\u00f6nnen und den digital verwalteten Metadaten vielen noch nicht so eindeutig klar. Und auch nicht, dass es nicht &#8222;das Internet&#8220; ist, das sie dauer\u00fcberwacht, <a href=\"http:\/\/www.svenscholz.de\/index.php\/ueberlegungen-zum-ueberwachungsstaat\/\">sondern Menschen und ihr politischer Wille<\/a>.<\/p>\n<p>Seine Quellen korrekt einzusch\u00e4tzen dagegen hat IMO nichts mit dem Internet zu tun, das musste man schon immer. Die Verschw\u00f6rungstheorie im Internet ist eben nicht glaubw\u00fcrdiger als die lustigen &#8222;Sachb\u00fccher&#8220; aus den Achtzigern, und sensationsheischende oder auch propagandistische Schwarz-Wei\u00df-Malerei gabs auch schon immer. Mit dem Internet ist es im Gegenteil <em>eigentlich<\/em> sogar einfacher, diese Einsch\u00e4tzung zu treffen, denn die Recherche &#8211; und damit die Information, die ich zu Dingen, auf die ich sto\u00dfe, gegenchecken kann, ist nur einen Mausklick entfernt, und nicht wie fr\u00fcher im ganz anderen Regal der Bibliothek.<\/p>\n<p>Wenn also Menschen es scheinbar nicht kapieren, welchen M\u00fcll sie verbreiten, dann tun sie das nicht, weil &#8222;das Internet&#8220; sie verdummt h\u00e4tte, sondern, weil sie nicht gelernt haben, differenziert und kritisch zu denken. Das haben die, die mir in den Achtzigern von den UFOs erz\u00e4hlten oder von der j\u00fcdischen Weltverschw\u00f6rung oder der \u00dcberzeugung, dass die Weltwirtschaft sp\u00e4testens in den Neunzigern unweigerlich zusammenbrechen wird und man sich deshalb drauf vorbereiten m\u00fcsse, wie man in einer Post-Zivilisation \u00fcberlebt, auch nicht gekonnt. <\/p>\n<p>Und dass viele das trotz der viel besseren M\u00f6glichkeiten zum Quellencheck, Faktencheck, Verifikation und Falsifikation heute noch genauso machen zeigt: das Internet ver\u00e4ndert da nichts: Menschen, die in Schwarz-Wei\u00df-Welten leben, k\u00f6nnen dies auch weiterhin. Menschen, die alles glauben, nur weils in ihr Weltbild passt, machen dies auch weiterhin. Menschen, die nicht aus polaren Wahrnehmungsmustern herauskommen, bleiben auch weiterhin in diesen Mustern gefangen. W\u00fcrde &#8222;das Internet&#8220; irgendwas signifikantes mit den Menschen &#8222;machen&#8220;, dann w\u00e4re das nicht so. <\/p>\n<p>Das Internet hat M\u00f6glichkeiten zug\u00e4nglich gemacht und erweitert, indem es Ressourcen zur Verf\u00fcgung stellt, die man vorher nicht hatte und damit ein paar ehemalige Privilegien egalisiert. Ob und wie Menschen diese M\u00f6glichkeiten nutzen liegt aber auch weiterhin in der Entscheidung der Menschen und an dem, wie weit sie Alternativen zu den gesellschaftlich und kulturell gepr\u00e4gten Denkmustern &#8222;Entweder-Oder&#8220; und &#8222;es gibt nur eine Wahrheit, alles andere ist automatisch falsch&#8220; gefunden haben, seitens Eltern, Schulen und anderen Bildungsm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Wenn die Leute sich also &#8222;dumm&#8220; verhalten: schaut euch die Bildungspolitik an, die sozialen Ungleichheiten, die sich ebenfalls direkt auf Bildungschancen auswirken, die Elternh\u00e4user (und wiederum deren Bildungschancen), und euch selbst. Dann wisst ihr, wo die Stellschrauben sind. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZJRUDaw8DJE\" target=\"_blank\">Und schon immer waren<\/a>. <\/p>\n<p>P.S.: Dass heute das <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1392687940693\/WWW-Erfinder-Berners-Lee-fordert-Charta-fuer-digitalen-Raum\" target=\"_blank\">WWW 25 Jahre alt wird<\/a> ist reiner Zufall \ud83d\ude00<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a style=\"border: 0;\" href=\"http:\/\/flattr.com\/thing\/1694\/sagichdoch\" target=\"_blank\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" title=\"Flattr this\" alt=\"\" src=\"http:\/\/api.flattr.com\/button\/flattr-badge-large.png\" border=\"0\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin ja inzwischen doch schon ein bisschen \u00e4lter und stie\u00df deshalb bereits in der ersten H\u00e4lfte der Neunziger Jahre auf dieses &#8222;Internet&#8220;. 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