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"[…]Es gab zwei Epochen, in denen Philosophie gesellschaftlich bedeutend war: die Zeit des Untergangs der attischen Demokratie, also die Zeit von Platon und Aristoteles, und die Zeit zwischen 1680 bis 1831, also zwischen Lockes Essay Concerning Human Understanding und dem Tod Hegels – die Epoche der zweiten Aufklärung. In beiden Fällen entstanden neue Gesellschaftssysteme, weil die alten Eliten sich in einer Legitimationskrise befanden. Es gab eine Kluft zwischen dem, was legal war, und dem, was die Bevölkerung für legitim hielt. Diese Situation ist heute nicht anders. Wir brauchen eine dritte Aufklärung.[…]"
Archiv der Kategorie: Fremdlesen
links for 2011-05-31
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"[…]Die Verwerter möchten es verwertungsfreundlicher gestalten, die Nutzer nutzerfreundlicher. Beide Seiten formulieren ihre Ansprüche mit unverhohlener Aggressivität. Nur die Kräfte dazwischen, die Urheber, würden am liebsten still sein und gar nichts reformieren. Tapfer halten sie an ihrer Gattungsbezeichnung fest. Und werden doch zerrieben wie ein Stück Parmesan[…]"
links for 2011-05-02
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"[…] „Ich bin heute erst einmal hier, um zu sagen: Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel […] Â Wenn Frau Merkel also unverhohlene Freude über die gezielte Tötung eines Menschen äußert, relativiert sie ohne Not verfassungsrechtliche Eckpositionen wie das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. […]Â Die Kanzlerin hat ihre Äußerung übrigens auf die Frage gemacht, ob sie eine gezielte Tötung gut findet und ob unsere Sicherheitskräfte so was auch dürfen sollten. Statt diese Steilvorlage zu nutzen und sich zum Rechtsstaat zu bekennen, flüchtet sich Angela Merkel in pure und platte Begeisterung für die amerikanische Taktik. […]"
links for 2011-04-26
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"[…]Â So you come here to take Amina. Let me tell you something though. She is not the one you should fear; you should be heaping praises on her and on people like her. They are the ones saying alawi, sunni, arabi, kurdi, duruzi, christian, everyone is the same and will be equal in the new Syria; they are the ones who, if the revolution comes, will be saving Your mother and your sisters. They are the ones fighting the wahhabi most seriously. You idiots are, though, serving them by saying 'every sunni is salafi, every protester is salafi, every one of them is an enemy' because when you do that you make it so. … So, if you want good things for yourselves in the future, you will leave and you will not take Amina with you. You will go back and you will tell the rest of yours that the people like her are the best friends the Alawi could ever have and you will not come for her again.[…]"
links for 2011-04-24
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"[…]Die Meldung „der Strompreis wird steigen“ besitzt also etwa den gleichen Neuigkeitswert wie die Meldung „die Sonne wird morgen aufgehen“. Wenn es kritischen Journalismus geben würde oder ein Erinnerungsvermögen, dann müsste die Strompreismeldung folgendermaßen formuliert werden: „Wie in fast jedem Jahr seit der Erfindung der Elektrizität, so werden auch in diesem Jahr die Strompreise steigen. Im vergangenen Jahr lautete die Begründung Ölpreis, im vorletzten Jahr Gaspreis, in diesem Jahr lautet die Begründung Atomausstieg. Im nächsten Jahr begründen sie es mit dem Glatteis im Februar.“[…]"
links for 2011-01-13
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Wenn Demagogen rufen kommen die willfährigen Helfer gerannt: "[…] Schüler Celik hatte unter den Folgen der Verdächtigung zu leiden. In der Schule hatte sich der Vorfall schnell herumgesprochen: „Ich bin in den Pausen als Terrorist und Osama bin Laden beschimpft worden.“ Der junge Mann hielt dem Druck nicht stand, brach die Ausbildung ab, jobbte unter anderem bei Conti und hofft nun, das Fachabitur nachmachen zu können. Seine Strafanzeige gegen die Pädagogin wegen Verleumdung wurde von der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt.[…]"
links for 2011-01-11
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Haaaahahaahahaaaahahahaahaahaha…: "[…]Bilder, die entschlüsselt abgerufen werden, können aber trotzdem heruntergeladen und danach ohne die Verschlüsselung wieder hochgeladen werden, oder?
Das ist richtig. Die Frage ist aber, was technologisch möglich ist und das sollte man versuchen zu erreichen, sofern es Sinn macht. Dass Dateien kopiert und wieder online gestellt werden, ist nicht zu verhindern. In der Regel wird dies aber die Ausnahme bleiben. […]" -
"[…] Institutionen, die ihre Existenz auf Heimlichkeit und Halbwahrheiten aufbauen, müssen eher vor Enthüllungen zittern, als solche, die offen und transparent agieren. Regierungen, die im Interesse ihrer Bürger arbeiten und die Grundlagen ihrer Entscheidungsprozesse öffentlich machen, müssen Enthüllungen nicht fürchten; solche, die sich Gesetze von Lobbyistenverbänden vorformulieren lassen oder denen ihre jeweiligen Parteikassen wichtiger sind als der Staatshaushalt, schon. Ein Staat besitzt keine Privatsphäre, er hat kein Recht auf Heimlichkeit. Er ist allein seinen Bürgern verpflichtet und der Default-Status für Regierungsinformationen sollte "frei" lauten. […]"
links for 2011-01-08
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[…] The revelation that government is doing something in private other to what it is claiming in public should be met not by indifference or complacency, but outrage. Enduring national security does not demand secrecy, except where strictly necessary; it demands above all reaffirmation of the most fundamental values that underpin democracy — transparency, accountability and, perhaps most importantly in this case, participation. […] The prevailing and lazy assumption is implied but all too clear: that the foreign policy élite, and government, should be left to get on with the job, with whatever secrecy that they demand. If the last few years tell us anything, it should be that foreign policy and war are too important to be left to government alone. […]
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"[…] The US government has subpoenaed the social networking site Twitter for personal details of people connected to Wikileaks, court documents show.[…] The subpoena requested the details of Mr Assange, Pfc Manning and Icelandic MP Birgitta Jonsdottir, as well as Dutch hacker Rop Gonggrijp and US programmer Jacob Appelbaum, both of whom have previously worked with Wikileaks. The information sought includes mailing addresses and billing information, connection records and session times, IP addresses used to access Twitter, email accounts, as well as the "means and source of payment". […]"
links for 2011-01-06
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"[…] Wir haben mit dem Grundgesetz das Dogma der Meinungsfreiheit geschaffen – gleichzeitig haben wir dieses Dogma jedoch hinterfragt und eine kulturell bedingte Einschränkung gesetzt – sehr spezifisch, sehr präzise. Hier liegt keine grundsätzliche Einschränkung der Meinungsfreiheit vor, nein, hier liegt die gesellschaftliche Einigung auf die unbedingte Anerkennung eines Verbrechens, dem Holocaust, vor. Dagegen kannst du opponieren. Doch fühle dich dabei bitte nicht im Recht. […]"
links for 2011-01-05
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[…]Wir haben ein Jahr der Provokationen hinter uns. Sarrazin, Westerwelle, Schwarzer, und jetzt nocheinmal Sarrazin, dem die FAZ an Weihnachten die erste Seite ihres Feuilletons zur Verfügung stellte (wortgleicher Artikel in der Sächsischen Zeitung, hier noch eine Reaktion von Jakob Augstein nebst Nachtrag). Nach chinesischen Sternzeichen war es das Jahr des Broders. Alle diese Provokateure haben uns weismachen wollen, es ginge ihnen um eine Sache, als wären sie einem höheren Zweck verpflichtet und opferten sich nur, um das Thema aufs Tapet zu bringen. Das hat – gerade im Fall Sarrazin – zu dem Missverständnis geführt, hinter dem Schnauzbart den Märtyrer durchschimmern zu sehen. Provokateure sind Egozentriker. Es sind Leute, die gerne „ich“ sagen. […]"
Wikileaks
Gucken!!!
WikiLeaks – Rebellen im Netz from netzpolitik on Vimeo.
links for 2010-12-17
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[…]Â From the beginning of his detention, Manning has been held in intensive solitary confinement. Â For 23 out of 24 hours every day — for seven straight months and counting — he sits completely alone in his cell. Â […] Â In sum, Manning has been subjected for many months without pause to inhumane, personality-erasing, soul-destroying, insanity-inducing conditions of isolation […]
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"[…]Â Long story short, we were spending the last night in Germany in a small bar after a sushi lunch, chatting about the last 1,5 months in Frankfurt and what to expect for the coming Australian shoot. I left the bar earlier that night, lucky me, since soon after I was gone, the police attacked the bar, dragged some of our crew members out, beat the shit out of them and then left without an explanation.[…]"
links for 2010-12-09
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"[…] Ich persönlich bin mir mit Blick auf die 7 Jahrhunderte Wikileaks sehr sicher, dass man Assange wie seinen Vorgängern einst auch ein Denkmal errichten wird. Man wird über seine Verfolger und ihre Verbrechen verächtlich reden, wie man heute verächtlich über Scheiterhaufen denkt, und sich über diese seine Zeit wundern, da die Bürger, die nun endlich frei und mündig gewesen wären, nicht genug getan haben, diejenigen zu schützen, die die Wahrheit sagten, und jene gewähren liessen, die sie bewusst belogen. Historiker werden vielleicht die Unterlagen finden, die Aufschluss über die Menschenjagd unserer Tage und die erste Phase des 1. Datenweltkonflikts liefern, und den Kopf schütteln über die Büttel der schreibenden Zunft, die das auch noch unterstützt haben. Für den Historiker mag es tröstlich sein, sich vorzustellen, dass es irgendwann eine Statue geben wird, die trotz Taubenkot und davor spielenden Kindern zur Wahrheit und Offenheit mahnt. […]"
links for 2010-12-03
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"[…] Bei so viel Druck sollten Journalisten hellhörig werden und nicht einknicken oder Assange vorverurteilen. Schon gar nicht sollten sie die Rolle von Regierungs(laut)sprechern einnehmen, denn: Demokratische Staaten und Regierungen schulden uns Transparenz, aber sie werden diese auch künftig nicht freiwillig einräumen. Nur mit guten Journalisten und mit Whistleblowern, also auch mit den Mitteln von Wikileaks, kann vielleicht die nächste Irak-Lüge rechtzeitig entlarvt werden, bevor sie einen schrecklichen Krieg auslöst. […]"
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[…]Â See the problem isn't that WikiLeaks is lying, the problem is that they're telling the truth. This is not business as usual. […]Â Once the distribution is underway the only way to shut it down will be to shut down the Internet itself. Politicians should be aware that these are the stakes. They either get used operating in the open, where the people they're governing are in on everything they do, or they go totalitarian, around the globe, now. […]"
links for 2010-12-02
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[…]Journalists who oppose WikiLeaks are opposed to journalism. Here's Jack Shafer offering some sense:"Information conduits like Julian Assange shock us out of that complacency. Oh, sure, he's a pompous egomaniac sporting a series of bad haircuts and grandiose tendencies. And he often acts without completely thinking through every repercussion of his actions. But if you want to dismiss him just because he's a seething jerk, there are about 2,000 journalists I'd like you to meet."Quite so. Too many "seething jerks" who also deny the point of their own trade – disclosure! […]
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"[…]Â The ringleaders of this hate ritual are advocates of – and in some cases directly responsible for – the world's deadliest and most lawless actions of the last decade. And they're demanding Assange's imprisonment, or his blood, in service of a Government that has perpetrated all of these abuses and, more so, to preserve a Wall of Secrecy which has enabled them. To accomplish that, they're actually advocating – somehow with a straight face – the theory that if a single innocent person is harmed by these disclosures, then it proves that Assange and WikiLeaks are evil monsters who deserve the worst fates one can conjure, all while they devote themselves to protecting and defending a secrecy regime that spawns at least as much human suffering and disaster as any single other force in the world. That is what the secrecy regime of the permanent National Security State has spawned.[…]"
links for 2010-12-01
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[…] Die neuen Änderungen bringen also in erster Linie Vorteile für Erotikanbieter, weil sie ihre Inhalte nun ohne Zugangssperren anbieten können. Dagegen stehen private Anbieter einem komplizierten und undurchsichtigen Werk gegenüber, das Kosten und Risiken für sie bringt.Wer am wenigsten von dem Gesetz zu profitieren scheint, sind Kinder und Jugendliche.Denn ob diese Zugang zu entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten erlangen, hängt wie bisher maßgeblich davon ab, ob die Eltern eine geeignete Schutzsoftware einsetzen. Dass es solche Schutzprogramme jedoch schon vorher gab und das Gesetz trotzdem geändert werden musste, zeigt vor allem eines: Statt einer (erotikindustriefreundlichen) Gesetzesänderung hätte es vielmehr einer staatlichen Investition in Aufklärung und Unterstützung der Eltern bedurft.[…]