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"[…] Gesundheit, ein Luxusgut? Mit solchen und ähnlichen Plakatmotiven macht die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe seit kurzem gegen die Kürzungspolitik der Regierung mobil, die ihrer Auffassung nach vor allem die Schwächsten zu treffen droht. "Der Sozialstaat gehört allen" steht in großen Buchstaben auf den Plakaten.
Diese Botschaft ist der Deutschen Bahn offenbar zu heikel. Sie verweigerte dem Verband umgehend ihre Werbeflächen an den Bahnhöfen. Die Begründung: Die Kampagne kritisiere die Bundesregierung und damit den Eigentümer des Konzerns […]"
Archiv der Kategorie: Fremdlesen
links for 2010-10-03
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Genau! Und die Parlamente tun gefälligst, was die Lobbyisten wollen! Wo kommen wir denn da sonst hin! Am Ende hätten wir noch sowas wie "Demokratie" im Land, oder was?
"[…] Bahnchef Grube hat den Gegnern von Stuttgart 21 das Recht auf Widerstand gegen einen Bahnhofsbau abgesprochen. […] Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, hält die Proteste gegen das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 für nicht gerechtfertigt. "Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht", […] Bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst." […]"
links for 2010-10-02
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[…] es muss Planungssicherheit geben. Aber die entsteht nicht dadurch, dass man den Demonstranten alte Planfeststellungsbeschlüsse um die Ohren schlägt. Planungssicherheit entsteht, wenn man den "Demos", das Volk, die Bürger also, überzeugt; wenn man auf Kritik eingeht, die Planungen prüft und gegebenenfalls verändert. Als 1994 das Projekt Stuttgart 21 öffentlich vorgestellt wurde, ging ein Teil der Demonstranten von heute gerade in die Grundschule; […] Und die Senioren unter den Demonstranten? […] Sie haben die Politiker gewählt, die das Großprojekt beschlossen haben. Muss es nicht damit sein Bewenden haben? Wenn es so wäre, dann wäre das Grundrecht der Demonstrationsfreiheit ein Larifari-Grundrecht. Natürlich darf auch gegen ein längst beschlossenes Großprojekt demonstriert werden, natürlich dürfen auf diese Weise an die Politik Gesichtspunkte herangetragen werden, die vor einem Jahrzehnt womöglich noch gar nicht bekannt waren. […]
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Die CDU will die FDP mit einer "öffentlichen Kampagne" schnell zu einem neuen Gesetz für die umstrittene Speicherung von Kommunikations-Verbindungsdaten bewegen.
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Ist der Einsatz also so abgelaufen, wie er geplant war?
Ich fürchte, das ist nach Plan abgelaufen. Statt auf Wasserwerfer hätte man auf Zeit und Geduld setzen können, auf den Versuch, die Demonstranten zu zermürben. Aber diese Form von Deeskalation war offensichtlich nicht gewünscht.
links for 2010-09-27
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"[…] Der Fünf-Euro-Beschluss enttäuscht die Erwartungen der Armen in diesem Land maßlos. Aber schlimmer noch ist die politische Pampigkeit, mit der die Armen abgefertigt werden. Muss man ihnen nichts erklären? Muss man nicht um sie werben? Ist es egal, was sie denken und wie sie nach sieben Monaten politischem Geraune diese fünf Euro empfinden müssen? Offenbar hält die Bundeskanzlerin die 6,7 Millionen Hartz-IV-Empfänger für Minderbürger, die man mit Minderpolitik abspeisen kann.?[…]"
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"Den Menschen wird gesagt, «Ihr seid nichts wert». Und selbstverständlich kommt diese Nachricht auch bei den Menschen an. Die Schwachen wenden sich immer mehr von der Gesellschaft ab, nicht nur, weil ihnen das Geld zur Teilhabe fehlt, sondern weil ihnen bewusst ist, dass sie nicht gewünscht sind. Hartz IV ist Stigmatisierung. Wer offen zugibt, er beziehe heutzutage Hartz IV, muss in dieser Gesellschaft mit Repressalien rechnen, im günstigsten Fall wird er «nur schief angeschaut». Diesen Geist, den die Bundesregierung unverblümt verbreitet, ist fanal und das Ende unseres Sozialstaats, ja unserer Demokratie. Wenn man den Gedanken von der Leyens und der Bundesregierung zu Ende denkt, bleibt nur eine Frage:
Wie sieht sozialverträgliches Ableben aus?"
links for 2010-09-16
links for 2010-09-15
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"Erst letzte Woche wurde eine andere Studie veröffentlicht, die ein anderes Bild malt, auch wenn es viele Überschneidungen gibt. Die [extern] Jugendstudie des Marktforschungsinstituts Rheingold geht davon aus, dass die jungen Menschen zwischen 18 und 24 Jahren eine Lebenswelt wahrnehmen, die "durch eine ungeheure Brüchigkeit und ständige Erschütterungen" gekennzeichnet ist. Die Jugend glaube, sie könne sich auf nichts mehr verlassen und sei deswegen "angstvoll und ungeheuer anpassungswillig". Diese grundlegende Unsicherheit, die auch die eigene Familie (Scheidungen, alleinerziehende Eltern und unzuverlässige Väter), lasse die Jugend zu einer "Generation Biedermeier" werden, obgleich sie zunächst anders wirkt, eben auch pragmatisch und ehrgeizig: "
links for 2010-09-14
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Ein junger Mann erfährt durch eine Panne bei seinem Mobilfunkbetreiber, dass er von Verfassungsschutz und BKA abgehört wird. In einer Zeitung, der Polizisten die Abhörprotokolle verkauft haben, liest er ein Gespräch seiner Freundin im Wortlaut. Die Schlagzeile, seine Verhaftung als angeblicher Gründer der terroristischen Vereinigung "Militante Gruppe" stehe unmittelbar bevor, lässt ihn wochenlang bei jedem Geräusch hochschrecken.
links for 2010-09-13
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Seit einer Woche verkaufen ein Kiosk und eine Bäckerei in Ottensen keine "Bild"-Zeitung mehr. Damit wollen sie gegen ausländerfeindlichen Populismus protestieren.
links for 2010-09-08
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"[…] The discussion Nonnenmacher wants „” whether about integration, the welfare state, or Islam in the West „” is probably one worth having. But this is not that discussion. This discussion rests on premises so dangerous that Germany had to spend the balance of a century to overcome the consequences of the last time it accepted them; it’s given a veneer of respectability by the unearned, unchecked authority of an economist turned racist populist. This discussion is not one worth the candle. Too many people are only confirming their worst fears and prejudices in a book by a man almost completely unqualified to write it."
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"Eine Versuchsinstallation des Kontroll- und Überwachungssystems im urbanen Raum" ist ebenso dabei wie ein System zur mobilen Objektverfolgung" oder "kontinuierliches und automatÑ–sches Monitoring öffentlicher Ressourcen wie Websites, Diskussionsgruppen, Usenet-Gruppen, Fileservern, P2P-Netzwerken wie auch privaten Computersystemen."
links for 2010-09-07
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"[…] so kann man dieses Thema nicht angehen. Wenn sich jemand respektlos, beleidigend, verachtend und entwürdigend über Menschen äußert, kann ich nicht in diesem ganzen dreckigen Wortsumpf nach dem klaren Tropfen Wasser suchen. Das funktioniert so nicht. […]"
links for 2010-09-03
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"Fazit des VBIO: Sarrazin hat die grundlegenden genetischen Zusammenhänge falsch verstanden – seine Aussagen beruhen auf einem Halbwissen, das nicht dem Stand der Evolutionsforschung entspricht."
(idw – Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland, 03.09.2010 – DLO) -
[…] Bosbach wie auch die veröffentlichenden Medien erwähnen nicht die genauen absoluten Zahlen derer, die zu Sprachkursen verpflichtet werden müssen. Nehmen wir an, wir haben eine Grundgesamtheit von 1.000 Menschen, die in Deutschland leben und kein Deutsch sprechen. Wenn von diesen Menschen lediglich zehn verpflichtet werden müssten, einen Sprachkurs zu belegen, 990 das aber freiwillig tun, dann würden schon drei Verweigerer (die vielleicht aus ganz anderen Gründen als mangelndem Integrationswillen nicht zum Kurs erscheinen), 30% ausmachen. […]
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[…]Viel skandalöser ist die Aufnahme, die sie erfahren. Wieso eigentlich muss so ein Machwerk, statt ignoriert zu werden, über den „Spiegel" verbreitet, in Talk-Shows popularisiert werden, […]? Natürlich, weil die Blattmacher wissen, dass es einen gesellschaftlichen Echo-Raum für die kalte Menschenfeindlichkeit gibt, die Sarrazin zum Ausdruck bringt. Weil es Milieus gibt, in denen dieser Rassismus längst schon blüht. Weil die Wortführer dieser Milieus, […], der schrägen Auffassung anhängen, sie würden von der „politischen Korrektness" verfolgt und die sich deshalb mit dem Attribut schmücken, sie würden „unterdrückte" Meinungen äußern, dass es Mut bräuchte, „Klartext" zu reden, und sie diesen Mut aufbrächten. […] Nein, man muss nicht mutig sein, um andere Menschen zu beschimpfen. Mit der ostentativen Freude daran, andere Menschen verachten zu können, kommt man heute auf Bestsellerlisten. Dummheit ist, wenn schon nicht erblich, dann in jedem Fall einträglich.
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Thilo Sarrazins Äußerungen zu Judengenen und zur ganz natürlichen Dauerverdummung der Deutschen durch Moslems und anderes ihm anscheinend eher fremden Zeugs sind von einer solchen Idiotie geprägt, dass es ähnlich sinnvoll wie bei Eva Hermanns Autobahn-und Loveparadegeschichten ist, sich damit ernsthaft auseinanderzusetzen. Es wäre also das Allereineinfachste (und Sinnvollste), jemanden wie Sarrazin blubbern zu lassen und ihm dabei zuzusehen, wie er „” ebenfalls wie Eva Hermann „” irgendwann mal auf dubiosen Webseiten wirre Kommentare schreibt oder bei NPD-Stammtischen in Mecklenburg-Vorpommern als aufrechter Deutscher gefeiert wird. Die Sache ist in Demokratien doch ganz einfach: Sarrazin darf das natürlich sagen und schreiben „” und ich kann das widerlich finden.
Das ist allerdings nicht so einfach, […]
links for 2010-09-02
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"[…] Frei erfunÂdene FakÂten, wie Thilo S. sie in die Welt setzt, sind ein ProÂblem für öffentÂliÂche DisÂkurse. Wenn ein Abgleich mit der ReaÂliÂtät es nicht mehr erlaubt, ArguÂmente zu widerÂleÂgen, werÂden DisÂkusÂsioÂnen belieÂbig. Das stärÂkere ArguÂment zeichÂnet sich nicht länÂger durch PlauÂsiÂbiÂliÂtät sonÂdern nur noch durch LautÂstärke aus. Je stärÂker eine TrutÂhiÂness im ResoÂnanzÂkörÂper der ÖffentÂlichÂkeit wieÂderÂhallt, je gefühÂliÂger und knaÂckiÂger sie vielÂleicht VorÂurÂteile bedient, desto mehr wird sie zur WahrÂheit. Schnell wird ein frei erfunÂdeÂnes DikÂtum in den StrukÂtuÂren der moderÂnen AufÂmerkÂsamÂkeitsÂökoÂnoÂmie tatÂsächÂlich psyÂchoÂloÂgiÂsche ReaÂliÂtät.[…]"
Politically incorrect
Nett – ein anderes Politically incorrect – Blog (via Piratenweib)
E-Post-Brief geht mal garnicht
Es erscheint mir mehr als ratsam, keinesfalls bei E-Post mitzumachen, nicht nur, aber auch schon wegen dieser Klausel in den AGBs, denn diese Zustell-Zeitpunkt-Sache da ist nicht bloß lächerlich wie viele andere Behauptungen in deren Werbung, sondern in Zeiten, in denen das Handy an der Firmensteckdose aufzuladen schon ein fristloser Kündigungsgrund sein kann oder Abmahnungen und ähnliches mit Fristen von grade mal 24h versehen werden o.ä. richtig gefährlich:
[…]Der Nutzer wird daher aufgefordert, mindestens einmal werktäglich den Eingang in seinem Nutzerkonto zu kontrollieren. Von einer regelmäßigen Kenntnisnahme eines E-POSTBRIEFS mit elektronischer Zustellung durch den Privatkunden ist daher spätestens am Werktag nach Eingang im Nutzerkonto auszugehen. Beim Geschäftskunden ist von einer regelmäßigen Kenntnisnahme bei Eingang innerhalb der üblichen Geschäftszeiten am gleichen Werktag auszugehen, ansonsten mit Beginn der Geschäftszeiten am darauf folgenden Werktag.
Der Kunde muss täglich einmal seinen E-Mail-Eingang überprüfen – auch im Urlaub. „Ein weitgehender Eingriff in den Lebensbereich der Kunden“, so Udo Vetter. Eine selbst definierte Regelung der Deutschen Post AG, die beim normalen Postbrief nicht so eng gefasst werde. Vetter vermutet, hier möchte die Post ihren Service vor allem für Großkunden aufwerten, nach dem Motto: „Verschick doch Deine Kündigungsfristen über uns – wenn ein Kunde im Urlaub seine Mails nicht checkt (und das werden die Wenigsten), dann hat er halt Pech gehabt!“ […]“
Wem das nicht reicht: Richard Gutjahr hat noch ein paar Gründe mehr gefunden, z.B., dass eine gelöschte Mail mitnichten gelöscht ist, also vergleichbar wie „Real“-Briefe postlagern lassen, sie nur auf dem Amt einsehen (OK, eine Kopie machen und mitnehmen) und wenn ich sie wegwerfen will werden sie halt meinem Zugriff entzogen, sozusagen in eine andere Schachtel gesteckt. Natürlich hat Vater Staat auch einen Generalschlüssel und kann mein Postfach theoretisch jederzeit durchsehen, nicht nur mal einen einzelnen Brief sondern die komplette Konversation (inklusive angeblich gelöschter, die kann ja nur ich nicht mehr sehen) einer nicht näher definierbaren Zeit. Und noch viel mehr Zeug, wo man sich nur noch an den Kopf langen kann, wenn man das mal durchdenkt, was das alles bedeutet, handelte es sich um echte, also materielle, Briefe.
Nachtrag: Achso, und wer denkt, dass die andere Bürokratie-Monströsität „DE-Mail“ einen Deut besser wäre: Das ist sie natürlich nicht. (via Jens)
Muss man sich auch gar nicht lange fragen – und auch kein Verschwörungstheoretiker sein – warum eine Mail, die über Server laufen soll, auf die Ermittlungsbehörden mehr oder weniger unbegrenzten Zugriff haben, nicht so verschlüsselt sein soll, dass sie dort nicht entschlüsselt werden kann sondern erst beim eigentlichen Empfänger. Denn nein, technisch notwenig ist eine solche Entschlüsselung freilich nicht. Sonst würden die vielen schon verfügbaren Verschlüsselungsmöglichkeiten ja nicht schon seit Jahren funktionieren.
Was Duke sagt…
…hab ich nichts hinzuzufügen.
[…] Dem BP-Häuptling Tony Hayward möchte man einen ordentlichen Schuss Maschinenöl in die Suppe spritzen: Es ist doch so viel Suppe und so wenig Öl – das wirst du doch noch löffeln können, alter Stinkstiefel?! Nichts aber bringt die Giftschwaden aus dem Wasser, und die schwarze Milch des Todes sprudelt, sprudelt und sprudelt: Rohrbruch der Zivi’sation. Tut mir leid, Korallen. Entschuldigung, Schildkröte. Wir wollten es nur warm haben. Und ein bisschen Auto fahren. Vielleicht ein bisschen viel. Wir haben es halt gern quadratisch, glatt und glänzend. Wir können nicht mehr viel anfangen mit dem, was wächst, blüht und vergeht. Bei uns wachsen nur Neurosen. Und Metastasen. Die vergehen nicht, sondern bringen uns um. Deshalb sind wir höchstens noch für Wirtschaftswachstum. Denn das machen wir selber – auch wenn wir es genausowenig beherrschen wie irgendetwas anderes. Das Kreuchen und Fleuchen der vielen Wabbler und Wubbler, von denen wir kaum die Namen kennen, ist uns bestenfalls noch Bildschirmschoner-Deko bei der TV-Naturdoku zur Freizeitentspannung im zahlenfixierten B. Wusstsein. Wieviel Profit hast du heute? Was bist du wert auf dem Markt? Was bringt mir das, über so etwas – oder überhaupt irgendwas – nachzudenken? It’s the economy, stupid. ZÄHLT sonst irgend was? […]
