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[…] Ich höre mit, wie man über den in der Krise wiederentdeckten „Markenkern soziale Gerechtigkeit“ spricht, nippe an meinem Glas. „Ein fragwürdiges Wort“, gebe ich ungefragt zu bedenken. „Kräuseln sich da nur mir die Haare? Das ist Marketingsprache!“ Die kleine Gruppe aus Werbern und Politiker-Mitarbeitern, in deren Gespräch ich mich eingemischt habe, grinst unsicher, nickt mir zu, setzt das Gespräch fort. Klingt dieser Begriff nur in meinen Ohren so falsch? Es wird, so scheint mir, der sozialen Gerechtigkeit nicht gerecht, als Markenkern herhalten zu müssen, als strategische Komponente, Verpackungsbotschaft für ein Produkt. So werden Werte zu Werbung: ent-wertet. Tickets to nowhere. Und die Verpackung übernimmt. So wird die Partei zum Produkt, macht sich selbst zur Ware. Das ist pure FDP! „Wer den Beweggrund einer Partei in Warensprache packt, verkauft sie. Meistbietend.“ […]
Archiv der Kategorie: Fremdlesen
Noch ein schöner, als Antwort…
…auf dieses (im übrigen schlicht gelogene) Popper-Rechtfertigungs-Teil der FDP:
Abmahnung wegen Verwendung des Begriffs „Büro-Kaizen“
Ich unterbreche meine Blog-Abstinenz kurz wegen einer Sache, über die ich grade stolperte:
Alexandra Grassler berichtet, wegen der Verwendung des Begriffs „Büro-Kaizen“ abgemahnt worden zu sein. Der Begriff sagt mir nix, ist aber wurscht, denn dieser Fall ist wegen etwas anderem interessant: es wurden offenbar Schutzrechte für einen Begriff angemeldet und jetzt Nutzer dieser Worte, die diese schon lange vor der Eintragung in Gebrauch hatten (darunter in diesem Fall wie es scheint sogar der „Erfinder“ des Begriffes) abgemahnt:
[…] Denn der Begriff um den es hier geht „Büro-Kaizen“ = „˜Büro-Verbesserung‘ wurde von dem doch nicht ganz unbekannten Unternehmen „tempus“ […] durch Herrn Jürgen Kurz meines Wissens bekannt gemacht bwz. „erfunden“. […]
[…] So, und jetzt dürfen Sie drei mal raten… Genau! Jürgen Kurz ist natürlich auch abgemahnt worden. […]
[…] Es ist die Steuerkanzlei SKG / Consulting aus Magdeburg – vertreten durch die Anwaltskanzlei RAe Brehme und Kollegen ebenfalls aus Magdeburg – die im Oktober letzten Jahres (!) den Begriff als Marke eintragen hat lassen. Zu einem Zeitpunkt bei dem der Begriff Büro-Kaizen schon seit Jahren in großem Maße publiziert und (nicht nur) von seinem Entwickler eingesetzt wird. […]
OK, so weit so schlecht und für Beobachter des Abmahnwahns nicht wirklich überraschend. Dafür würde ich jetzt noch nicht meine Blogpause unterbrechen. Aber dafür tu‘ ich das gern:
[…] Die Sache ist bis jetzt keineswegs vom Tisch und zieht sich inzwischen über mehrere Monate. Und so wie es aussieht, sind wir bestimmt nicht die einzigen, die eine Abmahnung wegen der Verwendung des Begriffes Büro-Kaizen bekommen haben und daher starte ich den folgenden Aufruf:
Sollten Sie oder jemand den Sie kennen, ebenfalls in dieser Sache abgemahnt worden sein, bitte melden Sie sich bei mir! Am einfachsten per email an info@wissensagentur.net
Auch – und vor allem – wenn Sie bereits gezahlt haben, denn es bestehen gute Chancen, dass die Marke beim Patentamt wieder gelöscht wird und damit verbunden besteht für Sie die Möglichkeit den Abmahnbetrag inkl. Ihrer Anwaltskosten geltend zu machen.
Darüber hinaus bin ich über jeden Blogbeitrag und Trackback der zu diesem verlinkt, euch/Ihnen sehr dankbar!
In diesem Fall bitte ich wirklich euch, die Netzgemeinde um Unterstützung […]
Sollte das tatsächlich eine unberechtigte Abmahnung sein und Alexandras hier zitierte Darstellung der Wahrheit entsprechen hoffe ich mal, dass den Initiatoren dieser Abmahnung dieselbe noch so richtig um die Ohren fliegt.
links for 2009-08-14
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"Ich habe gerade dem Hessischen Rundfunk in einem Interview gesagt, die Forderung nach 2.000 zusätzlichen Cybercops, die im Internet auf Streife gehen, erinnere mich an Ostberlin, Teheran und Peking. Da es nur ein Kurzinterview für eine Nachrichtensendung war, hier die nähere Begründung. "
links for 2009-08-07
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Wie jeden Morgen rufen Sie Ihre privaten E-Mails ab. Die sind schon überprüft worden – nicht nur von Ihrem Virenscanner. Sie rufen noch die eine oder andere Webseite auf – die Kripo weiß, welche, wenn sie möchte, und kann das auch in sechs Monaten noch überprüfen. Sie nehmen schnell noch eine Überweisung vor – die Behörden wissen, an wen. Zum Glück heißen Sie Müller, das schützt ein wenig. Bei Ihrem Kollegen Tarik al-Sultan, der neulich zum Bergsteigen in Kaschmir war, verschickt der Computer gerade den gesamten Inhalt der Festplatte an den Verfassungsschutz. Greifen Sie etwa gerade nach dem Telefon, um mit Tarik etwas Vertrauliches zu besprechen, das nicht ins Büro gehört? Lassen Sie es lieber sein. Besuchen Sie ihn zu Hause, wenn Sie ungestört reden wollen. Es sei denn, Tarik wurde als Gefährder eingestuft, weil er regelmäßig Geld an seinen arbeitslosen Cousin in Pakistan schickt. Dann ist seine Wohnung ohnehin verwanzt.
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Ja, unser Hauptproblem ist nach wie vor, dass noch nicht jeder von unserer Existenz überhaupt weiß. Als zweites muss dann auch noch vermittelt werden, dass wir für Bürgerrechte und Freiheit im Informationszeitalter, also der Gesellschaft von heute und morgen kämpfen. Wenn wir das genügend Menschen vermitteln können, dann haben wir große Chancen bei der Bundestagswahl.
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Als Teil unseres Programms erarbeiten wir gerade ein alternatives Urheberrecht. Zwar sind wir uns über viele Tücken des Bisherigen einig, allerdings kristallisieren sich unsere konkreten Änderungsvorschläge erst langsam aus der hitzigen Diskussion heraus. Im Moment spielen dabei insbesondere mögliche alternative Vergütungssysteme eine Rolle.
links for 2009-07-08
links for 2009-07-01
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Wie dieses "Posterous" funktioniert. Oder ob. Und wie's dann ausschaut. Und so. …
Na das is ja blöd, wenn das dann von delicious wiederholt wird – die Frage ist jetzt: cancle ich delicious-Links hier allgemein (hatte ich eh schon überlegt), cancle ich Posterius für hier, weil delicious die Sachen auch hier reinstellt oder cancle ich die Verknüpfung von Posterous nach delicious, so dass delicious keine Posterous-Inhalte wiederholt, weil das eh nur als Link eingebaut würde und nicht als echter content (ein Bild an Posterous taucht in einer delicious-Linkliste ja z.B. nicht auf).
Immer diese Entscheidungen.
Ich glaub, ich lass‘ erstmal Posterous nach delicious weg.
links for 2009-06-21
links for 2009-06-18
links for 2009-06-16
links for 2009-06-15
links for 2009-06-12
links for 2009-06-11
links for 2009-06-10
links for 2009-06-09
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"[…] Die Geschäfte der Organisation sind vielgestaltig: Zunächst vermittelt die "Deutsche Kinderhilfe" interessierten Firmen die Möglichkeit, ihr Image zu verbessern. "Nehmen Sie als Unternehmen oder Agentur, die für ihre Kunden Charitypartner sucht, Kontakt zu uns auf", heißt es etwa auf der Homepage und weiter: "Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir PR- und Marketingkonzepte für eine öffentlichkeitswirksame Arbeit unter Einbeziehung unseres hervorragenden Netzwerkes in Politik, Gesellschaft und Medien."[…]
links for 2009-06-08
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[…] Wohl kaum ein Musiker kann behaupten, bei jeder Produktion das Rad neu erfunden zu haben. Jeder findet seine Inspiration in irgendeinem anderen Werk und sei es unbewusst. Es muss sich hierbei nicht um solch offensichtlichen Diebstahl handeln, wie ihn ein gewisser Timbaland an den Tag legte. Der weltberühmte HipHop- und R&B-Produzent übernahm für Aaliyahs Song Don’t Know What to Tell Ya das komplette Thema aus Warda al Jazairias epischem Batwannis Beek. Die charismatische Sängerin wird im gesamten arabischen Raum seit Jahrzehnten wie eine Königin verehrt, daher wurde der Rip off schnell bekannt. Dass Timbaland auch einige .mod-Files aus der C64-Szene zu später Ehre als Charthit verhalf, ohne einen der frühen Computer-Musiker in den Credits zu erwähnen, wissen hingehen nur Eingeweihte. Im Gegenzug werden 12-jährige von Timbalands Label strafrechtlich verfolgt, wenn sie zu diesen geklauten Songs vor ihrer Webcam rumhampeln und das Filmchen bei Youtube hochladen. […]
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Das Bundesfamilienministerium verweist bei Anfragen zum Netzsperren-Komplex auf die offizielle Fragen-und-Antworten-Seite (FAQ). Diese enthält nicht nur die bekannten Lügen, sondern lässt durch einige Widersprüche und eine beklemmende Mitteilung aufhorchen. […]
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"[…] Ihr vertretet weder meine Interessen noch die Interessen der anderen missbrauchten Kinder. Ich verbitte mir ein für alle Mal dass solche ahnungslosen Idioten wie ihr das Wort Kinderschutz auch nur in den Mund nehmt. Alle von euch beschlossenen Massnahmen sind ein Schlag in das Gesicht der Betroffenen. Ihr solltet euch was schämen das ernste Thema Kindesmissbrauch zu instrumentalisieren nur um euere aufgeblähten Egos zu befriedigen. Ich habe für euch nur noch tiefste Verachtung übrig. […]"